Aux-Kabel mit Klinkenstecker: Welche Größen und Kontakte?

Aux-Kabel und die Formate der Klinkenstecker

Was ist uns vertrauter als ein Aux-Kabel mit Klinkenstecker? Vielleicht ein Stromkabel mit Schukostecker. Doch gleich dahinter folgt die gängigste Art der analogen Audioübertragung. Vor allem der Klinkenstecker in der 3,5-mm-Größe. Und dieser wiederum in seiner Stereo-Variante. Mit den Smartphones dann zunehmend in der vierpoligen Ausführung. Doch wer nutzt die Mono-Version? Und was ist mit den Größen 2,5-mm und 6,35-mm? Und was bedeutet der Begriff Aux? Es gibt einiges zu erklären.

Beginnen wir gleich mit dem Begriff Aux-Kabel. Wir können den Aux-Kontakt bei einem Klinkenstecker erklären. Doch diese eine Frage können wir nicht beantworten. Warum heißen Klinkenkabel ohne Aux-Kontakt Aux-Kabel? Wer mehr weiß, her damit. Denn uns fällt nicht einmal im Ansatz etwas hierzu ein.

Zunächst die Grundlagen. Klinkenstecker gibt es in den Größen 2,5-mm, 3,5-mm und 6,35-mm. Jeder Anschluss kann zwei, drei oder vier Kontakte besitzen. Um dieses Missverständnis auch gleich zu klären: Die Kontakte eines Klinkensteckers sind nicht die schwarzen Linien. Diese trennen die Metallflächen der Kontakte voneinander ab. Ein zweipoliger Stecker hat also einen schwarzen Strich. Ein dreipoliger Stecker hat zwei Striche.

Mono-Klinkenstecker Royal TS

In der Theorie gibt es also neun verschiedene Klinkenstecker. Beginnen wir mit den zweipoligen Formaten. Für sie steht das Kürzel TS. Diese Namensgebung orientiert sich an der Position der Kontakte. Es gibt immer ein T und ein S. Denn diese Buchstaben stehen für Tip und Sleeve. Spitze und Schaft sind an jedem Klinkenstecker vorhanden. Das T ist immer der vorderste Kontakt. Das S wiederum ist der oberste Kontakt am Übergang zum Kabel.

Im Kabel mit TS-Stecker verlaufen entsprechend zwei Adern. Wir haben es nicht mit Glasfaserkabeln zu tun. Es sind Kupferadern in einem klassischen Stromkreis. Warum ich das erwähne? Es gibt ein weiteres Missverständnis über Aux-Kabel. Zweiadrige Kabel seien Stereo-Kabel. Doch das Signal benötigt seinen Gegenpol namens Masse. Traditionell führt der Sleeve-Kontakt die Masseleitung. Das Signal liegt also auf dem Tip-Kontakt. Über die zwei Adern des Kabels verläuft ein einziges Signal. Es ist somit ein Mono-Klinkenkabel mit Mono-Klinkenstecker. Diese einfachste Variante finden wir in allen drei Größen vor.

Die größte Bedeutung als Mono-Variante besitzt der 6,35-mm-Klinkenstecker. Sein Gebiet ist vor allem die Bühnen- und Studiotechnik. Zum Beispiel als Standardanschluss jeder Gitarre. 2,5-mm- und 3,5-mm-Monostecker übertragen hingegen selten ein Audiosignal. Stattdessen verrichten sie speziellere Aufgaben. Sie sind der Anschluss einer DAB-Antenne für digitalen Radioempfang. Aber auch der Anschluss des Pulsmessgeräts am Heimtrainer. Außerdem versorgen sie wie DC-Hohlstecker kleinere Geräte mit Strom. Sie gehören bei jedem Universal-Netzteil zur Stecker-Grundausstattung.

Stereo-Klinkenstecker: TRS und das Aux-Kabel

Ein dritter Buchstabe schiebt sich zwischen das T und das S. Es ist ein R und steht für Ring. Wir haben es nun also mit dem dreipoligen Klinkenstecker zu tun. Dies ist der Stereo-Anschluss. Und ihm genügen tatsächlich drei Kontakte sowie drei Adern. Denn ein Klinkenkabel funktioniert anders als ein Cinchkabel. Auch wenn sie identische Signale übertragen. Ein Cinchstecker ist immer zweipolig und befindet sich an einem Koaxialkabel. Jedes Cinchkabel überträgt genau ein Signal. Deswegen werden für Stereo-Audio zwei Cinchkabel verwendet. Der Vorteil: jeder der beiden Kanäle besitzt seine eigene Masse. Ist dies auch hörbar? Glaubensfrage, meiner Meinung nach. In Sinne von: Das muss jeder für sich entscheiden.

Klinkenstecker mit drei und vier Kontakten nutzen hingegen eine gemeinsame Masse. Ein TRS-Klinkenstecker führt typischerweise den linken Kanal auf dem Tip-Kontakt und den rechten auf dem Ring. Der Sleeve-Kontakt bildet weiterhin die Masseleitung. Doch es ist eine gemeinsam genutzte Masseleitung für beide Stereokanäle. In der Bühnen- und Studiotechnik hingegen gibt es keine Stereo-Klinkenkabel. Ein Stereosignal verläuft hier über zwei separate 6,35-mm-Mono-Klinkenstecker.

Einsatz jenseits von Stereo und die Aux-Frage

Eine andere Belegung des 3,5-mm-TRS-Klinkensteckers finden wir bei Headsets für Festnetz-Telefone. Viele Modelle haben nur einen Ohrhörer. Sie brauchen damit jeweils nur eine Monoleitung für das Ein- und Ausgangssignal. Anstelle des linken und rechten Stereokanals liegen auf den beiden Kontakten die Ein- und Ausgangsleitung.

TRS-Klinkenstecker finden wir ebenfalls in allen drei Größen vor. Aber natürlich sticht das 3,5-mm-Format hier besonders hervor. Das Stereokabel im 3,5-mm-Format ist schlicht und einfach das Klinkenkabel. Oder können wir diese Bezeichnung bereits vergessen? Es ist ja nur noch vom Aux-Kabel die Rede. Nicht, dass mich das stören würde. Es gibt wahrlich wichtigere Dinge. Und dennoch bleibt der Name ein ungelöstes Rätsel. Wie kam das Stereokabel zu diesem Namen? Es ist keine Bezeichnung aus dem Volksmund. Denn die übliche Beschriftung eines 3,5-mm-Eingangs lautet Aux In. Hier waren Ingenieure am Werk. Sie kennen die Bedeutung von Aux.

Der vierpolige TRRS-Klinkenstecker: Hier kommt der Aux

Ein weiterer Ring setzt sich zwischen den Tip und den Sleeve. Und mit diesem zweiten Ring ändert sich einiges für den Klinkenstecker. Bisher gab es eine relativ feste Rollenverteilung für die einzelnen Kontakte. Nun ist sie eher fließend. Fast immer sind weiterhin zwei Kontakte mit dem linken und rechten Stereokanal belegt. Und ohne den Kontakt mit der gemeinsamen Masse funktioniert ohnehin nichts.

Doch die Funktion des vierten Kontakts ist nicht festgelegt. Am häufigsten wird er für die Mikrofon-Leitung eines Headsets verwendet. Der TRRS-Stecker übernimmt auch oft die Rolle der drei Cinchstecker in rot, weiß und gelb. Er überträgt also auch ein Composite-Videosignal. Auch hierfür wird der zusätzliche Kontakt verwendet.

Weitere Verwendungen des vierten Kontakts existieren in kleinen Nischen. Es ist jedoch fast immer eine Ergänzung zum linken und rechten Stereokanal. Die neutrale Bezeichnung für den Zusatzkontakt lautet Aux. Diese Abkürzung steht für Auxiliary. In dieser Terminologie ist es also nur eine Hilfsfunktion. Denn das bedeutet dieser Begriff. Hilfe, jedoch mit deutlich eingeschränkter Bedeutung.

Denn der Helfer mit edlen Motiven ist nicht gemeint. Vielmehr beschreibt der Begriff niedere unterstützende Funktionen. Es ist also die Art von Hilfe wie in Hilfsarbeiter. Dies klingt ein wenig untertrieben angesichts der Bedeutung eines Mikrofon- oder Videosignals. Doch die neutrale Bezeichnung lautet nun einmal Aux.

Vermutlich bin ich mit meiner Verwirrung über die Bezeichnung Aux-Kabel nicht allein. Ein Aux-Kabel ist ein Klinkenkabel ohne die Aux-Leitung und den Aux-Kontakt. Laut der Wikipedia bedeutet jedes Aux jeweils Auxiliary. Das Aux in Aux-Kabel hätte ja auch aus dem Wort Audio stammen können. Doch diese Vermutung ist falsch. Das Aux in Aux-Kabel und Aux-Kanal hat die gleiche Bedeutung. Ergibt dies einen Sinn? Wenn ja, sehe ich ihn nicht.

Die Belegung – eher flexibel gestaltet

Die vierpolige TRRS-Variante gibt es nicht in allen drei Größen. Eine Größe fehlt. Ist der 2,5-mm-Klinkenstecker zu klein für vier Kontakte? Die Größe spielt keine Rolle. Denn es fehlt ein TRRS-Stecker in der 6,35-mm-Größe. Für den größten Klinkenstecker und seinen eher professionellen Einsatz braucht einfach niemand eine Zusatzfunktion.

Bei der Belegung der Kontakte gab es bisher eine Konstante. Der Sleeve bildet die Masse. Alles darunter kann sich ändern. Tatsächlich aber sind auch die Belegungen von Tip und Ring praktisch ein Standard. Jedes Stereobuchse ist in der Reihenfolge L,R,GND belegt. Doch von solchen Gewissheiten müssen wir uns nun leider trennen.

Die Belegungen vierpoliger Klinkenstecker mit Video-Übertragung

Werfen wir zunächst einen Blick auf Kabel für ein Videosignal als Zusatzfunktion. Fernseher werden immer größer. Doch sie nutzen den Platz nicht für alte analoge Anschlüsse. Der rot-weiß-gelbe Cinch-Anschluss schrumpft dann zu einer vierpoligen TRRS-Klinkenbuchse. Dieses Kabel stellt den Audio-Video-Eingang dann in gewohnter Form zur Verfügung.

Der Tip-Kontakt ist mit der gelben Video-Cinchbuchse verbunden. Dies ist ein Bruch mit der konventionellen Belegung. Denn dort führt der Tip immer den linken Stereokanal. Am anderen Ende jedoch gilt der oberste aller Grundsätze. Denn der Sleeve bildet die Masse. Somit lässt sich das Kabel an sehr vielen Fernsehern nutzen. Denn die Farbe der Cinchbuchsen ist in der Praxis rein kosmetischer Natur. Wenn Masse auf Masse liegt, nimmt auch eine gelbe Cinchbuchse eines der beiden Audiosignale auf. Und das Videosignal findet auch über die rote oder weiße Buchse seinen Weg.

Viele Kameras nutzen die vierpolige Klinke zur Wiedergabe im analogen Format. Kleinere Digicams müssen tatsächlich Platz sparen. Daher geben sie ihre Aufnahmen in analoger Form über eine TRRS-Klinke wieder. Bei der häufigsten Belegung der Buchsen an Kameras finden wir ein seltsames Muster vor. Dieses Kabel führt nun wieder den linken Stereokanal auf dem Tip-Kontakt. Am anderen Ende aber finden wir den rechten Kanal auf dem Sleeve. Die beiden Stereokanäle rahmen das Composite-Videosignal und die Masse ein. Denn sie befinden sich auf den beiden Ringen. In einer TRRS-Klinkenbuchse mit der Masse auf Sleeve ist das Resultat Schnee und Rauschen. Denn ohne Masse kein Stromkreis.

Gemäß Konvention soll der hinzugekommene zweite oder obere Ring den Aux-Kanal führen. Doch die zwei Kabel mit vierpoligem Klinkenstecker und drei Cinch-Anschlüssen halten sich nicht daran. TRRS-Buchsen für den analogen Eingang an Fernsehern legen zumindest die Masse auf Sleeve. Digicams hingegen schütteln die Belegung kräftig durcheinander.

Der vierpolige Klinkenstecker für ein Headset

Die meisten Menschen werden den TRRS-Klinkenstecker vom Headset des Smartphones kennen. 2007 begann mit dem ersten iPhone seine Zeit als deren Standardanschluss. Etwa zeitgleich kam die EU-Verordnung über Micro-USB als Standard-Ladestecker. Auch dies beförderte sicherlich die Verbreitung der 3,5-mm-Klinkenbuchse. Niemand vermisst Nokias Pop-Port und all die anderen proprietären Allzweck-Anschlüsse der Vor-Smartphone-Ära.

Apple schritt mit der TRRS-Klinke als Headset-Anschluss voran. Heute vollzieht Cupertino mit dem iPhone 7 dessen Abschaffung. Ob Android-Geräte auch dieses Mal folgen werden? Beim iPhone bietet der Lightning-Anschluss ganz neue  Möglichkeiten. Für Android steht USB Typ C bereit. Ein Stecker mit genügend Pins für einen neuen Allzweck-Anschluss. Dieses Mal dann aber als Standard für alle Hersteller. Die ersten Hersteller sparen sich bereits die 3,5-mm-Buchse. Für klassische Headsets mit Klinkenstecker sind Adapter erforderlich. Dies gilt für das iPhone 7 sowie für bislang noch wenige Android-Geräte.

Doch Apple hat mit dem iPhone nicht nur den vierpoligen Klinkenstecker für Headsets durchgesetzt. Andere Hersteller verbauten ebenfalls bereits die Klinkenbuchse. Einer dieser Hersteller war Nokia. Heute kennen Menschen unter zwanzig vielleicht noch den Namen. Doch um das Jahr 2007 herum war Nokia eine richtig große Nummer. Oder vielmehr der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen.

Apple hingegen verwendete von Beginn an eine veränderte Belegung der TRRS-Klinke. Dieser schlossen sich nach und nach alle Hersteller von Android-Smartphones an. Die traditionelle Belegung spielt heute keine Rolle mehr. Nokia nutzte sie an seinen letzten Erfolgsmodellen. Die frühen Android-Geräte nutzten sie. Aber nur die wirklich frühen.

Mikrofon und Masse tauschen die Plätze

Diese traditionelle Belegung beruht auf dem Prinzip der Masse auf Sleeve. Die Zusatzfunktion des Aux-Kanals ist bei einem Headset die Mikrofon-Leitung. Nokia, Samsung und andere Hersteller belegten mit ihr den oberen Ring. Von der Spitze her betrachtet lautet die Belegung dieser frühen Headsets L,R,MIC,GND.

Apple jedoch legte die Masse auf den zweiten Ring und die Mikrofon-Leitung auf Sleeve. Die neue Belegung lautet demnach L,R,GND,MIC. Hat dieser Tausch einen technischen Vorteil? Oder liegen die Vorteile eher im Marketing? Wollte Apple seine Macht demonstrieren? Smartphones inkompatibel zu den Headsets anderer Hersteller zu fertigen, weil Apple es kann? Oder werden wir diesen Geniestreich eines Steve Jobs ohnehin nicht verstehen?

Geniestreich oder nicht?

Vielleicht müssen wir geistig wieder zum Kind werden. Denn Steve Jobs bezieht sich auf eine der Weisheiten des Zen-Buddhismus. Die Beginner lassen ihn Advanced Chemistry mit folgenden Sätzen abschließen:

The mind of a child is a beginner’s mind. And beginner’s mind is about having sort of an attitude of openness, and eagerness, and a lack of preconceptions when it comes to studying your subject. In the beginner’s mind, there are many possibilities. In the expert’s mind, there are few. So by approaching a subject the way a beginner or a child would, we start to open up possibilities. And we leave ourselves open to, well, who knows what. Right?

Zum Zen-Buddhismus gehört Meditation. Vielleicht lässt sich durch jahrelange Übung der kindliche Zustand des beginner’s mind erreichen. So wie viele andere Menschen auch finde ich Meditieren grundsätzlich interessant. Aber es selbst praktizieren? Auch damit halte ich es wie die meisten Menschen aus dem Westen. Und lasse es bleiben. Vielleicht könnten wir durch Meditieren Steve Job’s mind erreichen. Denkt mal darüber nach. Als Epiphanie wartet dann der Grund für die neue Belegung.

Deutlich profanere Gründe?

Ein möglicher technischer Grund wäre so simpel wie der Klinkenstecker selbst. Mit Genialität hätte es wenig zu tun. Ich hingegen könnte den Grund mangels technischem Basiswissen nicht erkennen. Dann und wann macht sich die fehlende formale Ausbildung auf diesem Gebiet bemerkbar. Wobei es durchaus auch Stoff aus dem Physikunterricht der achten Klasse sein kann. Doch auch den habe ich seinerzeit nicht verstanden. Alle Witze über das Bremer Schulsystem bitte jetzt raushauen. Danach dann bitte die Witze über mein in diesem Stadtstaat erworbenes Abitur mit der Note 3,5.

Eine Demonstration von Apples Macht lässt sich hingegen leichter verstehen. Dieser Plan wäre zu 150 Prozent aufgegangen. Wenn es diesen Plan tatsächlich gab. Denn Samsung veränderte noch während der laufenden Produktion den Headset-Anschluss des ersten Galaxy S. Weitere Hersteller folgten. Heute finden sich Smartphones mit der alten Belegung nur noch bei eher unbekannten Marken. Die beiden Standards haben auch Namen: OMTP nennt sich der alte Standard. CTIA steht für Apples neu eingeführte Belegung.

Die Zeit der Koexistenz beider Standards gehört für Smartphones der Vergangenheit an. CTIA dominiert praktisch absolut. OMTP überlebt in einigen Nischen. Somit treffen immer noch Geräte und Headsets mit unterschiedlichen Standards aufeinander. Dieses Kabel vertauscht den dritten und vierten Kontakt. Danach verstehen sich die beiden Formate wieder.

Ein weiterer Verwendungszweck der TRRS-Klinke

Die TRRS-Klinke teilt mit USB 2.0 die Anzahl der Kontakte. Deshalb wird der vierpolige Klinkenstecker auch als USB-Stecker verwendet. Dies geschieht, wenn ein Gerät einen Audio-Anschluss gleichzeitig als USB-Anschluss nutzt. Auch der iPod Shuffle hat über alle vier Modelle hinweg so funktioniert. Unter anderem aus diesem Grund konnte die letzte Generation so winzig sein.

Bei dieser Verwendung handelt es sich nicht um eine weitere Funktion des Aux-Kanals. Vielmehr werden außer der Masse sämtliche Kontakte umfunktioniert. Die anderen drei Kontakte transportieren nun eine 5V-Spannung sowie je eine Datenleitung pro Richtung. Dies ist die Belegung eines USB 2.0-Steckers. Auch wenn der Stecker ein Klinkenstecker ist. Die äußere Form ändert nichts an der Funktion.

Fazit

Drei Größen mal drei Formate ergibt neun mögliche Klinkenstecker. Dies sind 2,5-mm, 3,5-mm und 6,35-mm. Alle drei dann jeweils mit zwei, drei und vier Kontakten. Von diesen neun möglichen Varianten gibt es immerhin acht. Lediglich der vierpolige 6,35-mm-Klinkenstecker fehlt. Oder er existiert nicht. Würde er fehlen, würde es ihn geben. Doch er fehlt nicht. Niemand braucht ihn.

Unter den anderen acht Steckern heben sich die drei- und vierpoligen 3,5-mm-Formate ab. Keinen anderen Klinkenstecker gibt es häufiger. Die TRS-Variante ist der Standardstecker jedes Kopfhörers und jedes Aux-Kabels. Alle Geräte unterhalb der Größe von Hifi-Komponenten setzen ihn ein. Für Smartphone, Tablet, Notebook sowie jede Soundkarte ist die 3,5-mm-Buchse der Audioausgang.

Vor allem Soundkarten und Notebooks nutzen für Headsets getrennte TRS-Buchsen. Eine zweite Buchse bildet den Audioeingang für das Mikrofon. Doch kleinere Geräte wie Smartphones nutzen eine TRRS-Buchse für beide Richtungen. Natürlich gibt es hierbei einen Nachteil. Über den vierpoligen Anschluss bleibt dem Mikrofon nur eine Leitung. Es ist also ein Monosignal. Zwei getrennte Anschlüsse erlauben Stereo in beide Richtungen. Aber jedem Smartphone-Nutzer genügt diese eine Leitung für das Mikrofon. Wichtiger ist das Ausgangssignal. Und dies wird immer Stereo bleiben.

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