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Kabel, Adapter und der Onlinehandel an und für sich

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Monthly Archives: April 2010

Der Akku mit den zwei Steckern

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Auf Anregung von GicklByte beginne ich heute eine neue Blog-Kategorie und berichte in ihr von den absurdesten Retouren, mit denen uns Kunden erfreut haben. Natürlich sind die Mehrheit der Rücksendungen wohlbegründet, sofern sie begründet sind, aber dennoch gibt es immer wieder Rücksendungen, bei denen man sich als Händler denkt: O Herr, lass Hirn regnen. Um nicht wegen solchen Rücksendungen den Verstand zu verlieren, therapiere ich mich an dieser Stelle, indem ich über solche Retouren schreibe.

Diesmal geht es um Akkus für Gigaset-Schurlostelefone von Siemens. Dieser deutsche Vorzeigekonzern macht es für seine Kunden und uns als Händler von Akkus leider unnötig kompliziert, indem er für identische Akkus unterschiedliche Stecker verbindet. In diesem konkreten Fall war es ein Akku, der aus zwei AAA-Zellen besteht. Dieser Akku wird in manchen Gigaset-Modellen mit einem Hirose- und in anderen Modellen mit einem JST-Stecker an das Telefon angeschlossen. Die beiden Stecker sehen sich zum Verwechseln ähnlich und der Größenunterschied lässt sich eigentlich erst dann erkennen, wenn man beide Stecker nebeneinander hält.

Das Handeln mit Akkus gehört nicht unbedingt zu unseren Kernkompetenzen, weshalb wir leider keine Liste zur Verfügung haben, in der zu jedem Gigaset-Modell der Akkutyp mit verwendetem Stecker aufgeführt wäre. In der Vergangenheit kam es deshalb auch ein paar Mal vor, das ein Kunde leider einen Akku mit falschem Stecker bekommen hat. Diese Gefahr ist inzwischen aber gebannt, weil wir ja einen äußerst cleveren Großhändler haben.

Universal-Stecker

Universal-Stecker

Dieser Großhändler vertreibt nämlich den Akku auch mit einem Universalstecker, bei dem der Plus- und der Minuspol voneinander gelöst sind. Diese Akkus kann man damit in Gigasets sowohl mit Hirose- auch auch mit JST-Anschluss anschließen und läuft nicht Gefahr, einen Akku mit falschem Stecker zu kaufen.

Eine praktische Sache, möchte man meinen, doch in der vergangenen Woche erhielten wir genau so einen Akku als Retoure von einem Kunden zurückgeschickt. Auf der Rechnungskopie stand handschriftlich gekritzelt: Falscher Akku geschickt, hat 2 statt 1 Stecker. Bitte Geld zurück.

Tja, was soll man dazu sagen: Wir haben es gut gemeint mit den Universalsteckern, aber leider muss der Kunde auch in der Lage sein, dies zu verstehen. Daran mangelte es hier offenbar.

Filed under Retouren
Apr 30, 2010

2-in-1-iPod-Kabel: Funktioniert problemlos an 2009er iPod Touch

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2-in-1-Kabel

2-in-1-Kabel

Gestern erreichte uns eine sehr positive Rückmeldung eines Käufers unseren 2-in-1-Kabels für iPods und das iPhone

Wie ich bereits hier berichtet hatte, ist dieses Kabel nicht den üblichen Beschränkungen unterworfen, mit denen Apple sich gegen preiswertes Fremdzubehör zur Wehr setzt. So ist uns bislang noch keine Hardware-Software-Kombination bekannt, bei der ein iPod einem Käufer dieses Kabels eine lange Nase gezeigt hätte.

Auch mit iPhone OS 3 scheint es nun keine Probleme zu geben, wie ich dieser Mail eines zufriedenen Käufers entnehme:

habe vor ein paar Tagen über den Amazon-Marktetplace ein 2-in-1 USB-iPod-Kabel bei Ihnen bestellt das heute gekommen ist. Da Sie im Blog schrieben dass Sie nicht sicher waren ob das Kabel auch mit allen neueren Modellen funktioniert hier nun noch eine positive Rückmeldung: auch mit dem iPod touch der 3. Generation (32GB) funktioniert es hervorragend, Sync sowie Audioaufzeichnung am Rechner klappen wie erwartet.

Offenbar gibt es überhaupt keinen iPod, der sich weigert, mit diesem Kabel zusammenzuarbeiten. Vielleicht sollten wir uns schonmal um einen Prototyp des iPhone 4G bemühen, um es auch hier zu testen. Aber viel interessanter wird die Frage, wie das iPad auf das Kabel reagiert. Ich träume ja davon, dass das Kabel auch vom iPad akzeptiert wird. Aber eigentlich scheint mir das dann doch zu schön, um zu wahr zu sein.

Filed under Apple
Apr 30, 2010

Post-Schikane: Es geht in die nächste Runde – und die letzte.

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Wir haben zwar noch immer keinerlei Antwort auf das Beschwerdeschreiben vom letzten Samstag erhalten, aber die Postbediensteten des Oldenburger Briefzentrum haben sich heute noch einmal selbst übertroffen, was das Korinthenkacken betrifft. Zum Glück habe ich vor einer Stunde bei DPD unterschrieben, damit das ganze Elend demnächst ein Ende hat. Die adaptare-Versandpartner sind damit:

  • Für kleine Sendungen bis 50 Gramm: Die Deutsche Post (da noch alternativlos)
  • Für Sendungen über 50 Gramm: DPD
  • Für Paketsendungen: GLS

Das Briefzentrum Oldenburg hat also sein Ziel erreicht und uns gründlich vergrault. Was ist heute passiert? Zur Schonung unser aller Nerven wurden die Versandmitarbeiter angewiesen, lieber einmal mehr als einmal weniger nachzuwiegen, denn wir wissen ja inzwischen, das man bei der Post ein ganz besonders scharfes Auge auf unsere Sendungen geworfen hat. Anscheinend sind die Postler hier in Oldenburg auch sehr gelangweilt und nicht ausgelastet, denn irgendjemand nimmt sich ja auch jeden Tag die Zeit und überprüft unsere 300-400 Warensendungen mit der ganz besonders feinen Waage.

Es gab also diesmal nichts am Gewicht zu bemängeln, aber wer meint, nun würden unsere Warensendungen befördert, der irrt. Nun kommt nämlich der kreative Beamtenschimmel auf die Idee, das Verschlossensein unserer Warensendungen zu bemängeln. Bekanntlich müssen Warensendungen grundsätzlich mit einem Verschluss versehen sein, der sich öffnen lässt, nur haben wir schon sehr lange eine Vereinbarung mit der Post, wonach wir aufgrund unseres hohen Sendungsaufkommens Warensendungen verschlossen einliefern dürfen. Diese Vereinbarung besteht eigentlich weiterhin, aber mit Vertragstreue nimmt es der VEB Briefbeförderung allem Anschein nach nicht so genau.

Natürlich war der Erbsenzähler im Recht, wie sich herausstellen sollte. Ein Anruf bei unserem Kundenbetreuer (der unseren Wechsel zu DPD durchaus verstehen kann) ergab, dass auf eine verschlossene Warensendung nicht nur der Hinweis Warensendung anzubringen ist, sondern Warensendung ergänzt mit Entgelt geprüft. Auch wenn das korrekt sein mag: Es hat bisher noch nie jemand auf diesen Hinweis bestanden. Eigentlich neige ich nicht zu Verfolgungswahn, aber hier sucht offenbar doch jemand ganz gezielt in den Krümeln nach Kinkerlitzchen, die er bemängeln kann. Die Anzeichen für eine gezielte Schikane lassen sich nicht mehr leugnen und werden auch von mehreren – vernünftigen – Postmitarbeitern nicht mehr geleugnet.

Wir verstehen die Signale, wenn man uns nicht mehr haben möchte und gehen nun auch weg von der Post. Dann haben die Prüfer im Briefzentrum ihr Ziel erreicht und können den nächsten größeren Versandhändler wegekeln. Passenderweise hatte ich auch heute einen Firmenkunden am Telefonen, der auf seine Ware wartete und unser Leiden nachvollziehen konnte. Den Worten dieses Kunden habe ich nichts hinzuzufügen und kann sie nur unterstreichen.

Sie lauteten: Mit der Post kann man nicht mehr vernünftig zusammenarbeiten.

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Apr 29, 2010

Wie funktioniert der Crossover-Adapter

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Es ist mal wieder Zeit, einen Artikel aus unserem Sortiment etwas näher zu erklären. Heute soll der Crossover-Adapter für Netzwerkkabel an der Reihe sein.

Crossover-Adapter

Crossover-Adapter

Dieser Adapter wird auf ein Ende eines Patchkabels aufgesteckt, wodurch dieses Kabel in ein Crossover-Kabel umgewandelt wird. So weit, so gut – Nur was bedeutet das?

Ein Netzwerkkabel in der seit vielen Jahren verwendet Form eines Patchkabels ist nach der Twisted-Pair-Methode aufgebaut: Die insgesamt acht Kontakte bilden vier Adernpaare, die jeweils miteinander verdrillt (twisted) sind. Erst mit Gigabit-LAN werden alle vier Paare verwendet, denn 100 MBit-LAN begnügt sich mit zwei Adernpaaren. Diese Paare werden von den Adern 1-2 und 3-6 gebildet. Die Adernpaare 4-5 und 7-8 sind zwar in jedem Patchkabel vorhanden, aber bei einer 100 Mbit-Verbindung schlicht und einfach überflüssig.

Diese Technik ist erstaunlich simpel, denn ein Adernpaar dient zum Senden und das andere Paar zum Empfangen von Daten. Wenn PCs über Hubs und Switches miteinander verbinden sind, werden von allen Computern die gleichen Adernpaare zum Senden und Empfangen verwendet.

Es gibt aber natürlich auch die Möglichkeit, das kleinstmögliche Netzwerk zu bilden, indem man zwei Computer direkt miteinander verwindet, ganz ohne Hub oder Switch. Dies funktioniert aber nicht mit den gleichen Patchkabeln, die für eine Verbindung zwischen PC und Hub verwendet werden. Warum nicht?

Crossover-Pinbelegung

Crossover-Pinbelegung

Man kann sich ein vieradriges Patchkabel wie eine vierspurige Autobahn vorstellen, wo bekanntlich auch zwei Spuren eine Fahrtrichtung bilden. Nehmen wir an, diese Autobahn verbindet zwei Städte miteinander und es gibt keine Ausfahrt zwischen den beiden Städten. Was würde passieren, wenn in beiden Städten die Autos auf identischen Spurpaaren losfahren würden? Richtig, es gäbe eine Massenkarambolage. Und genau das passiert, wenn zwei PCs eine Direktverbindung mit einem normalen Patchkabel bekommen und beide Computer ihre gesendeten Daten auf das gleiche Adernpaar schicken.

Diese Datenkarambolage verhindert eine Crossover-Pinbelegung, indem die Sendeadern des einen PCs an die Empfangskontakte des Netzwerkanschlusses des jeweils anderen Computers geführt werden. Diese überkreuzten Adern erhält man mit einem Crossover-Kabel, des es entweder schon in dieser Form zu kaufen gibt oder dass sich mit einem Crossover-Adapter aus einem normalen Patchkabel herstellen lässt. Wie an der links abgebildeten Pinbelegung erkennen lässt, tauscht der Adapter die relevanten Adernpaare 1-2 und 3-6 am Stecker miteinander aus.

Filed under Netzwerk
Apr 25, 2010

Haben MacBook Pro und Air unterschiedliche Mini-DisplayPort-Ausgänge?

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In der vergangenen Woche konnten wir eine Kundenanfrage nicht zufriedenstellend beantworten und das wurmt uns natürlich. Es ging hierbei den Mini-DisplayPort-Anschluss der neueren MacBooks, für die wir bekanntlich Adapter auf VGA, DVI und HDMI anbieten.

Mini-DP-/HDMI-Adapter

Mini-DP-/HDMI-Adapter

Bisher dachten wir, es gäbe bei Apple nur den einen Mini-DisplayPort, doch nun war ein Kunde der Meinung, dieser sei beim MacBook Air etwas flacher ausgeführt als beim MacBook Pro. Seit Tagen suchen wir nun schon nach einer befriedigenden Antwort, finden aber Belege für beide Thesen.

Ein Blick in den Apple-Store stützt eindeutig die These vom standardisierten Anschluss, denn zum Beispiel der VGA-Adapter von Apple ist ganz klar für MacBook, MacBook Air und MacBook Pro ausgewiesen. Es lassen sich nirgendwo bei Apple Adapter finden, die ausschließlich für einen oder zwei MacBook-Baureihen freigegeben wären.

Dennoch sind wir uns nicht sicher, da es auch anderslautende Meinungen gibt. Wir haben zwar eine Menge Hardware verfügbar, um Kabel und Adapter prüfen zu können, nur leider wären ein MacBook Pro und dazu noch ein MacBook Air ein wenig zu viel an gebundenem Kapital.

Deshalb nun die Frage an unsere Kunden und Blog-Leser: Ein Mini-DisplayPort oder zwei?

Filed under Video
Apr 24, 2010

Offener Beschwerdebrief an die Deutsche Post

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Hier gibt es die PDF-Kopie der Beschwerde an die Deutsche Post, die wir heute über das Kontaktformular eingereicht haben.

Filed under Allgemeines
Apr 24, 2010

Marktlücke entdeckt? SATA-Adapter für 1,8-Zoll-IDE

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In den vergangenen zwei Wochen erreichten uns mehrere Kundenanfragen nach einem ganz bestimmten Laufwerksadapter, den es offenbar noch nicht gibt: Ein Adapter zum Anschließen von SATA-Festplatten an 1,8-Zoll-IDE-Controller, denn die besagten Kunden würden gerne IDE-Notebooks mit einer modernen SATA-Festplatte aufrüsten.

SATA an 2,5-Zoll-IDE

SATA an 2,5-Zoll-IDE

Dieser Adapter muss also unserem bereits existierenden 2,5-Zoll-IDE-Adapter sehr ähnlich sehen, denn er hat ebenfalls einen 7+15-poligen SATA-Daten- und Stromanschluss, der auf die Festplatte aufgesetzt wird. Der Unterschied liegt natürlich auf der anderen Adapterseite, wo sich anstelle des 44-poligen 2,5-Zoll-Anschluss eine 1,8-Zoll-Schnittstelle befindet. Hier gibt es denn aber auch gleich zwei Versionen, denn für das 1,8-Zoll-Format gibt es die ältere 50-pin-Variante sowie das neuere Format mit ZIF-/LIF-Sockel.

Unser chinesischer Lieferant fühlt sich in der Lage, diesen Adapter herzustellen und fertigt zunächst ein Probeexemplar für uns an, das wir demnächst erhalten und testen werden. Wenn er funktioniert, werden wir größere Stückzahlen ordern, damit ältere Notebook- und Subnotebook-Schätzchen künftig mit einer SATA-Platte ihren zweiten Frühling erleben können.

Filed under Laufwerksadapter
Apr 21, 2010

Was macht man mit USB-Klinke-Adaptern?

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In der vergangen Woche haben wir zwei neue Adapter aufgenommen und auch bereits verkauft, von denen wir jedoch bislang keinen blassen Schimmer haben, zu was sie zu gebrauchen sind.

USB/Klinke F/F

USB/Klinke F/F

USB/Klinke M/M

USB/Klinke M/M

Es sind Adapter zwischen USB und 3,5-mm-Klinke und zwar beide Anschlüsse jeweils in ihrer weiblichen und männlichen Ausführung.

Auch wenn wir nicht wissen, was man mit diesen Adaptern macht, haben wir sie offensichtlich nicht an der Nachfrage vorbeigekauft, denn es liegen für beide Modelle bereits Bestellungen vor. Unsere Frage lautet aber immer noch: Was macht man damit?

Filed under Audio, USB
Apr 17, 2010

Die Post schikaniert uns und behindert unsere Arbeit

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Die Post ist immer noch ein Unternehmen, für das die Gesetze der Marktwirtschaft offenkundig nicht gelten. Ich rede hier weniger von der Endlosdebatte über den Post-Mindestlohn oder über das de-facto-Monopol für Briefsendungen, sondern vielmehr über den Umgang, genauer gesagt: mit Großkunden wie uns.

Man kann uns durchaus als einen Großkunden bezeichnen, denn wir bezahlen Monat für Monat konstant über 10.000 Euro für unsere Brief- und vor allem Warensendungen an die Post. Bis auf gelegentlich zu lange Laufzeiten sowie ein paar Versandverlust lief das auch im Großen und Ganzen reibungslos ab.

Seit vergangenem Dienstag ist nun aber alles ganz anders. Bereits den dritten Tag in Folge kam die bedauernswerte Briefträgerin beladen mit einem riesigem Sack in unser Geschäft, in dem sie rund 40 Sendungen vom Vortag wieder bei uns ablud, die angeblich alle unterfrankiert waren. Ich habe stichprobenartig einige davon überprüft: Ja, es stimmt, ein 1,5-mm-Klinkenkabel in einem Luftpolsterumschlag wiegt 55 Gramm und müsste korrekterweise mit €1,65 statt mit 70 ct frankiert werden. Nur: Über Jahre hinweg hat das niemanden gestört und unsere Preise sind auf Basis des Versands zu 70 ct kalkuliert. Warum fängt das Briefzentrum jetzt auf einmal an, bei uns in den Krümeln zu suchen und Korinthen zu kacken?

Nach unserem Verständnis behandelt man einen Kunden, der einen Jahresumsatz von weit über 100.000 Euro einbringt, anders als die Oma, die einmal im Jahr zu Weihnachten ein paar Grußkarten an ihre Lieben schickt. Warum werden unsere Warensendungen auf einmal peinlichst genau auf das Gramm genau überprüft? Habt Ihr im Oldenburger Briefzentrum nichts mehr oder nichts besseres zu tun? Sind wir wieder in den Zeiten der Bundespost?

Genauso wie wir unsere Kunden anständig behandeln, erwarten auch wir eine menschliche Behandlung ohne Anflüge des Beamtentums. Und dies erwarten wir erst recht, wenn wir jede Menge Tausender abdrücken. Also, liebe Post: Lasst die Schikane sein! Auch DPD befördert inzwischen Briefe und dort werden wir wie Kunden behandelt.

Filed under Allgemeines
Apr 15, 2010

Die Warensendung: Gibt es einen Verschiebebahnhof zwischen Post und DHL

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Gestern hat mich ein interessanter Bericht eines Postmitarbeiters aus dem Innenleben des gelben Riesen erreicht, der den Lesern unseres Blogs nicht verborgen bleiben soll. Immerhin geht es hierbei auch um unsere Ehrenrettung, denn manchmal kommt es bei uns leider zu ungewöhnlich langen Lieferzeiten, die wir nicht verschuldet haben.

Unverändert entscheiden sich 99 Prozent unserer Kunden für den Versand als Warensendung und zu ebenfall 99 Prozent läuft auch alles reibungslos ab, wie wir an unserer momentan recht guten Kundenzufriedenheit erkennen können. Da es noch immer keinen nennenswerten Wettbewerb im Bereich der Briefsendungen gibt, bleibt die Warensendung für Kleinteile wie Koaxadapter, SATA-Stromkabel und ähnliche Artikel die alternativlose Versandmöglichkeit. Die geringfügig teurere Variante ist die Briefsendung, die wir jedem Kunden für 2 Euro Aufpreis anbieten.

Manchmal gibt es aber leider eben doch Probleme und eine Warensendung benötigt bis zu 10 Werktage, eher der Kunde endlich seine Bestellung in der Hand hält. So etwas passiert zwar nur in zwei bis drei Prozent aller Fälle, aber natürlich sind wir mit einer derartig zähen Abwicklung einer Bestellung ganz und gar nicht zufrieden. Natürlich fragt man sich angesichts solcher Laufzeiten, wie es überhaupt dazu kommen kann. Liegen die Warensendung vier bis fünf Tage in einem Briefzentrum unbearbeitet herum, bis sich endlich mal jemand ihrer annimmt?

Möglicherweise gibt es einen ganz anderen Grund. Gestern berichtete mir ein Post-Insider, dass es zwischen den beiden Schwesterfirmen Deutsche Post und DHL einen regelrechten Verschiebebahnhof geben soll. Manch ein Leser erinnert sich vielleicht noch an die Situation der Arbeitslosenverwaltung vor Hartz IV. Damals wurden Langzeitarbeitslose permanent zwischen Arbeits- und Sozialamt hin- und hergeschoben. Das Arbeitsamt stufte den Leistungsbezieher als nicht vermittelbar ein, somit als nicht arbeitsfähig und schickte ihn zum Sozialamt. Dort beim Sozialamt wurde jedoch festgestellt, dass er sehr wohl noch drei Stunden am Tag arbeiten könne, das Sozialamt somit nicht für ihn zuständig sei und schon stand er wieder beim Arbeitsamt auf der Matte. Dort begann dann das gleiche Spiel wieder von vorne. Es gab damals eine bestimmte Anzahl von Personen, die keines der beiden Ämter haben wollte und loszuwerden versuchte.

Eine ganz ähnliche Situation scheint bei den Warensendungen zu herrschen, denn eine Warensendung ist ein Zwischending zwischen Fracht und Brief. Aus Sicht der Briefzentren ist sie Fracht und fällt damit in den Zuständigkeitsbereich von DHL. Aus Sicht der Paketzentren ist sie ein Brief und damit Sache der Post. Deswegen, so die Schilderung des Insiders, wird eine Warensendung manchmal bis zu fünfmal zwischen DHL und Post hin- und hergeschoben, bis sich endlich einmal jemand für sie zuständig fühlt und sie zustellt. Dann ist es natürlich kein Wunder, wenn Laufzeiten von zehn Tagen auftreten.

Ich habe zwar kein BWL studiert, aber trotzdem weiß ich, dass in großen Organisation eindeutige Zuständigkeiten äußerst wichtig sind. Es darf keine Grenzfälle geben, die von einer Organisationseinheit in eine andere geschoben werden, denn dann wird dieser Grenzfall im Zweifelsfall überhaupt nicht bearbeitet.  Wenn diese Schilderungen zutreffend sind, sollte die Post diesen Missstand schleunigst beheben.

Filed under Allgemeines
Apr 14, 2010

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