Unsere letzte Warenlieferung aus China enthielt eine komplett neue Produktlinie, die nun auch ihre eigene Shop-Kategorie bekommen hat: 4 Adapter für die Mini-PCI-Express-(mPCIe)-Schnittstelle.
Inzwischen dürfte so gut wie jedes Notebook einen mPCIe-Steckplatz haben. Sehr häufig wird hierüber das WLAN-Modul angesprochen, aber einige Geräte wie die 900er-Reihe des eeePC binden auch die SSD per mPCIe ein. Hieran sieht man schon, dass mPCIe eine Universalschnittstelle ist, die sowohl Netzwerkadapter als auch Massenspeicher ansteuert.
Im 900er eeePC bietet es sich an, die langsame und arg kleine Original-SSD auszutauschen, während es in anderen Notebooks vielleicht eine Überlegung wert ist, sich vom veralteten 11g-WLAN-Modul zu trennen und den freien Steckplatz für mehr Speicherkapatität zu nutzen. Ich selbst schreibe in diesem Moment auf einem 2,5 Jahre alten Fujitsu-Siemens Esprimo-Notebook, mit dem ich schon lange per 11n-Expresscard online gehe. Der fest eingebaute 11g-WLAN-Adapter wird nicht mehr verwendet und räumt möglicherweise schon bald seinen Platz, um an seiner Stelle ein zweites mPCIe-Laufwerk zu beheimaten.
Immer wieder gern genommen werden CompactFlash-Adapter, denn aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit werden CF-Karten von allen Speicherkarten am häufigsten als Laufwerksersatz verwendet.

CF-Adapter
Um allen Platzverhältnissen gerecht zu werden, gibt es diesen Adapter in zwei unterschiedlichen Ausrichtungen der mPCIe-Schnittstelle.
Das Bild zeigt die Variante, bei der die mPCIe-Kontakte auf der linken Seiten liegen, wenn die Zähne des CF-Sockels nach oben zeigen.
Wenn dies die Platzverhältnisse im Notebook nicht zulassen, dann klappt es vermutlich mit der entgegengesetzten Ausführung, bei der die Kontakte auf der rechten Seite liegen.
Aber es gibt ja auch noch andere Massenspeicher, die ebenfalls nicht allzuviel Volumen einnehmen. In einem mPCIe-Steckplatz gibt es natürlich nicht allzuviel Platz, aber eine 1,8-Zoll-Festplatte bekommt man bequem untergebracht.

ZIF-Adapter
Wenn es ein IDE-Laufwerk ist, zum Beispiel auch eine ausrangierte iPod-Festplatte, dann hat sie, wenn sie neuerer Bauart ist, einen ZIF-Sockel als Schnittstelle und wird mit einem Flexfolienkabel angeschlossen. Dies hat für unser Vorhaben einen wesentlichen Vorteil, dann hierdurch kann man sie freier platzieren, als dies bei einer starren unflexiblen Schnittstelle möglich wäre. Unser dritter Adapter dient also dazu, eine 1,8-Zoll-IDE-Festplatte mit ZIF-Sockel als mPCIe-Laufwerk anzuschließen.
Und was ist mit SATA? Es wäre doch, alleine schon der Geschwindigkeit wegen, äußerst reizvoll, eine 1,8-Zoll-SATA-Festplatte oder SATA-SSD über die mPCIe-Schnittstelle ins System einzubinden. In einem SATA-Notebook bietet sich diese Maßnahme natürlich nicht unbedingt an, aber wenn das Notebook von Haus aus noch mit IDE arbeitet, wäre der Flaschenhalseffekt bei mPCIe noch am geringsten. Das heißt: In einem SATA-freien Notebook gibt es keine Möglichkeit, ein schnelles SATA-Laufwerk ganz ohne Geschwindigkeitseinbußen anzuschließen, aber an der mPCIe-Schnittstelle sind diese Verluste am geringsten.

USB-SATA-Adapter
Hierfür muss nun aber zum Lötkolben gegriffen werden, denn alles andere wäre schon aus Platzgründen nicht realisierbar. Womit wir auch schon bei unserem vierten und letzten mPCIe-Adapter wären, der gewissermaßen die Allzweckwaffe darstellt.
Dieser Adapter hat sowohl einen 5-poligen USB- als auch einen 7-poligen SATA-Anschluss. An beiden Steckern enden die Adern auf blanke Drahtenden, mit denen beliebige Geräte per Lötkolben verbunden werden können.
Der Phantasie sind hier also kaum Grenzen gesetzt. Wenn es kein SATA-Laufwerk sein soll, kann auch ein USB-Gerät fest installiert werden, dass ansonsten immer nur extern angesteckt wird. Im Fall meines Esprimo-Notebooks bin ich noch unschlüssig, ob es nun tatsächlich ein weiteres Laufwerk sein soll oder ob ich nicht doch lieber einen Bluetooth-Dongle auseinanderpflücke und mit dieser Adapterplatine fest als mPCIe-Gerät einbaue.