Es gibt einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen echten SATA-Stromsteckern und solchen, die per Adapter an einem klassischen Molex-Stecker nachgerüstet werden: Die 3,3V-Spannung, die an einem Molex-Anschluss nicht vorhanden ist und deshalb auch an einem per Adapter geschaffenen SATA-Stecker fehlt.
Die SATA-Spezifikation reserviert die Pins 1-3 des Stromsteckers für 3,3V. Zwar wird diese geringe Spannung bisher aus Rücksicht auf per Adapter hergestellte SATA-Stromanschlüsse noch äußerst selten genutzt, aber dies könnte sich durchaus ändern. Die Verbreitung von SATA-losen Netzteilen wird immer weiter absinken und immer mehr Festplatten- und vor allem SSD-Hersteller werden den Stromverbrauch dadurch senken, dass sie sich mit 3,3V Versorgungsspannung begnügen.
Vor einigen Tagen haben wir bei einem großen deutschen Distributor dieses SATA-Y-Kabel eingekauft, das wir bisher nur bei amazon gelistet haben.

SATA-Y-Kabel
Wie man sieht, verlaufen hier die altbekannten vier Adern in den Farben rot-gelb-schwarz. Die beiden SATA-Stecker entsprechen damit lediglich adaptierten Anschlüssen, nicht aber originär vorhandenen Steckern. Zwar macht das im Moment noch keinen Unterschied, aber dennoch ist es schade, dass bei diesem Y-Kabel ohne Not die 3,3V-Leitung geopfert wird.
Wir finden, dass das nicht sein muss. Zwar gibt es noch keinen Bedarf für die 3,3V-Ader, aber sobald die ersten Laufwerke diesen Bedarf erzeugen, werden wir wohl Y-Kabel fertigen lassen, bei denen eine fünfte, orange Leitung auch die vernachlässigten 3,3V weiterführen.