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Warum wir auf Ebay keine Nachnahme mehr anbieten können

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Eigentlich dachte ich ja, dass der momentane Zustand, der seit der Einführung der neuen Ebay-Kaufabwicklung zum 01. Juli anhält, irgendwann einmal abgestellt wird. Dem war leider nicht so und deshalb wird es nach über vier Monaten jetzt Zeit, ihn zu erklären.

Bis zum 30. Juni gab es ja eine simple Arbeitsteilung zwischen Afterbuy und Ebay. Nachdem der Kunde gekauft hatte, wurde er in jedem Fall von Ebay auf die Seiten von Afterbuy geführt, um dort dann die Rechnungs- und Lieferanschrift anzugeben sowie die Zahlungs- und Lieferart auszuwählen. Dieses Verfahren war erprobt und funktionierte reibungslos.

Seit dem 01. Juli aber fordert Ebay, dass die gesamte Kaufabwicklung innerhalb von Ebay stattzufinden hat. Afterbuys Rolle beschränkt sich jetzt darauf, Ebay auf eine Abfrage hin mitzuteilen, welche Zahlungs- und Liefermethoden für den jeweiligen Kauf angeboten werden. Dieses Verfahren funktioniert auch nach über vier Monaten nur sehr leidlich.

Ein vollkommen ungelöstet Problem ist dabei die Zahlung per Nachnahme. Wer bei uns im eigenen Shop kauft, bekommt nach wie vor die Zahlung per Nachnahme angeboten. Der Aufpreis hierfür beläuft sich auf 5€, was ziemlich genau unseren tatsächlichen Mehrkosten entspricht. Diese 5€ – und das ist der entscheidende Punkt – sind in Afterbuy keine Versandkosten, sondern ein Zahlartenaufschlag.

Und genau hier liegt auch schon das ungelöste Problem, denn Ebay kennt keinen Zahlartenaufschlag. Würden wir weiterhin für Ebay-Käufe die Nachnahmezahlung anbieten, wären wir rein technisch nicht mehr in der Lage, den Kunden während der Kaufabwicklung den Aufpreis zu präsentieren. Da wir nicht vorhaben, die 5€ sozusagen als kleine Überraschung erst an der Haustür verlangen zu lassen, verzichten wir bei Ebay-Käufen lieber ganz auf diese Zahlart.

Ob dieses Problem irgendwann einmal behoben wird? Wir hätten nicht erwartet, dass es nach über vier Monaten immer noch existiert.

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Nov 13, 2011

Headset-Adapter 14022: Mit GarageBand klappt’s auch am MacBook

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Headset-Adapter 14022

Headset-Adapter 14022

Es ist doch eine schöne Sache, wenn sich Kunden gegenseitig helfen. Natürlich gibt es hierfür unseren Support, der für solche Fragen der richtige Ansprechpartner ist, aber auch wir wissen natürlich nicht alles. Und bei Fragen rund um den Mac fehlt uns häufig auch die Erfahrung mit Apple-Hardware.

So wie bei diesem Problem mit unserem Headset-Adapter 14022, mit dem sich die Kundin gar nicht erst an uns gewandt hat, sondern die Sachlage in Form einer Produktrezension bei amazon schildert:

Funktioniert gut. Allerdings funktioniert es nicht mit dem MacBook Air late 2010! Dafür hatte ich es eigentlich gekauft.
Der Adapter ist hochwertig verarbeitet und verursacht auch kein Rauschen.

Mit dem einfachen Einstöpseln in die kombinierte Mikrofon- und Kopfhörerbuchse des MacBook Air funktioniert es also nicht auf Anhieb. Doch es ist ja möglich, Rezensionen bei amazon zu kommentieren und dies hat auch gleich ein anderer Käufer getan:

Vielleicht kann ich Dir helfen, denn der Adapter sollte mit jedem MacBook mit Kombi-Ein-/Ausgang funktionieren. Allerdings hat Mac OSX manchmal ein wenig Probleme mit der Erkennung des Mikrofons. Wenn Du das vorinstallierte GarageBand startest und dort den Mikrofoneingang wechselst, wird meist ein Headset erkannt (natürlich nur, wenn eins angeschlossen ist) und der Kopfhörerausgang funktioniert parallel zum Eingang, der sich vom Line-In- zum Mikrofoneingang wandelt.

Warum man das in den Einstellungen immer noch nicht manuell einstellen kann, ist mir allerdings ein Rätsel.

Daraufhin antwortet die Angesprochene:

Vielen lieben Dank für den Tipp! Es hat tatsächlich mit GarageBand funktioniert! Ich hatte schon alles ausprobiert aber nur damit hat es geklappt! Wenn GarageBand es einmal erkannt hat kann man es auch immer wieder in den System Einstellungen auswählen. Wirklich toll!

Danke noch einmal dafür! Ich werde noch meine Rezension entsprechend editieren.

Auch von unserer Seite aus vielen lieben Dank für den Super-Tipp.  Zukünftig sind dann auch wir  in der Lage, anderen Kunden mit einem neueren MacBook helfen zu können. Außerdem können wir den Adapter jetzt auch ganz offiziell für die MacBooks mit vierpoligem Klinkenanschluss freigeben, was ja auch nicht so ganz uninteressant sein sollte.

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Okt 9, 2011

Aus der Sicht des Unternehmers: Warum Deutschland den Mindestlohn braucht

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Das Bild der Diskussion über den Mindestlohn, das die Medien wiedergeben, suggeriert eine eindeutige Frontlinie. Auf der einen Seite stehen die Parteien des erweiterten linken Spektrums sowie die Gewerkschaften als Befürworter dessen Befürworter, während er vehement von den bürgerlichen Parteien sowie den Unternehmens- und Arbeitgeberverbänden bekämpft wird. Ein Riss geht inzwischen durch die Union, in der sich der Arbeitnehmerflügel inzwischen auf die Seite des Mindestlohns geschlagen hat und in dieser Frage mit dem Wirtschaftsflügel der Partei über Kreuz liegt. Auf der Suche nach Unternehmern hingegen, die sich für einen Mindestlohn aussprechen, finden sich mit den Herren Grupp und Prost lediglich zwei Patrone alten Schlages.

Deswegen finde ich es an der Zeit, zu betonen, dass die Arbeitgeber keineswegs diesen monolithischen Block der Mindestlohngegener bilden, als der sie überwiegend in den Medien dargestellt wird. Auch ich selbst sehe mich als selbständigen Unternehmer, der sich eindeutig für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn positioniert. Die Argumente der Gewerkschaften für diesen Mindestlohn sind inzwischen wieder und wieder vorgetragen worden, während andererseits nur wenige Arbeitgeber erklären wollten, was aus ihrer Sicht die Beweggründe sind, um eine faire Lohnuntergrenze per Gesetz zu ziehen.

Hier bei adaptare bekommen die Packer den von der SPD geforderten Mindestlohn von €7,50, jedoch als Nettostundenlohn. Für den Minijobber ist das kein nennenswerter Unterschied, jedoch fallen für jemanden, der mehr arbeitet, beachtliche Lohnnebenkosten an, die jedoch vollständig vom Arbeitgeber getragen werden. Den überraschten Reaktionen der künftigen Mitarbeiter, wenn sie zum ersten Mal von ihrem Verdienst erfahren, ist regelmäßig zu entnehmen, dass diese Bezahlung über dem Niveau liegt, das für solche einfachen Tätigkeiten üblich ist. Bedingt durch die Erfahrungen in anderen Unternehmen hatten sie bisher alle deutlich weniger erwartet und entsprechend gering ist auch unsere Fluktuation.

Löhne sind Kosten und Kosten können nicht gering genug sein. Doch ist diese Regel wirklich so einfach oder sind die ökonomischen Zusammenhänge nicht vielleicht doch ein wenig komplexer? Bei näherer Betrachtung sind Kosten erst dann zu groß, wenn sie nicht von den Umsätzen gedeckt werden. Wenn die Kunden also bereitwillig kaufen und Preise bezahlen, von denen die Kosten gedeckt werden, muss sich der Unternehmer wenig Gedanken um seine Kosten machen. Nach einem Jahrzehnt stagnierender, wenn nicht sogar sinkender Reallöhne hingegen kann von den Arbeitnehmern keine allzu große Kauffreudigkeit mehr erwartet werden. Anschaffungen werden hinausgezögert oder sogar komplett vermieden und wenn sie dann doch getätigt werden, wird penibel auf den Preis geschaut. Dies ist ein Klima, in dem der Einzelhandel zur Kostensenkung gezwungen wird, die zuallererst auf dem Rücken der Beschäftigten stattfindet. Eine stagnierende Binnenkonjunktur führt zu Lohnsenkungen und Lohnsenkungen ziehen ihrerseits eine weiterhin stockende Binnenkonjunktur nach sich. Wer wissen will, wer diese Abwärtspirale begonnen hat, landet unweigerlich bei der Frage nach der Henne und dem Ei. Ein Mindestlohn hingegen würde genau den Nachfrageimpuls auslösen, der die dann ohnehin nicht mehr legalen Minilöhne auch betriebswirtschaftlich überflüssig machen würde.

Löhne als Kosten stehen also immer in Relation zum Umsatz. Doch es gibt noch eine weitere Relation, nämlich die zu den Lohnkosten der Wettbewerber. Wer signifikant höhere Kosten zu schultern hat als sein direkter Konkurrent, sieht sich vor einem großen Problem und derjenige Unternehmer, der seine Mitarbeiter anständig behandelt und bezahlt, leidet unter einem echten Nachteil gegenüber einem anderen Abieter, der seine Angestellten mit Armutslöhnen abspeist. Zwar ziehen solche Firmen regelmäßig die mediale und öffentliche Kritik auf sich und erfahren ein gewisses Maß an Verachtung, doch muss dies noch lange keine handfesten Umsatzeinbußen nach sich ziehen. Das Kaufverhalten der Konsumenten richtet sich nicht unbedingt nach ihren moralischen Empörungen, sondern häufig genug nach dem kleinsten Preis. Dies geschieht dann unabhängig von den Umständen, unter denen er angeboten werden kann. Man will es vielleicht auch gar nicht so genau wissen.

Und genau hier entsteht dann das Problem für den Unternehmer, der bislang moralisch einwandfreie Löhne bezahlt hat. Wenn ihm nun aber die Aufträge ausbleiben, weil die Konkurrenz ihn durch Armutslöhne aussticht, muss er unweigerlich nachziehen und die Löhne drücken, um zu überleben. Doch gerade als kleiner Mittelständler, der seine Mitarbeiter noch persönlich kennt, ist dies leichter gesagt als getan. Gehört dieser Unternehmer auch noch zu der Sorte Mensch, der an einem fairen Miteinander interessiert ist und dem es nicht egal ist, was seine Angestellten über ihn denken, gestaltet sich die notwendige Senkung der Löhne schlicht unmöglich. Was nützt ihm die gesellschaftliche Anerkennung für sein Handeln gemäß dem Ideal des Ehrbahren Kaufmanns, wenn am Ende doch nur sein Wettbewerber überlebt, der vor keiner Übervorteilung zu Lasten seiner Belegschaft zurückschreckt.

Auch wenn dem Ehrbahren Kaufmann die Sympathien sicher sind, ist er als der Ehrliche der Dumme, solange es keine Lohnuntergrenze gibt. Die Verteilung der Umsätze folgt leider nicht zwingend der Verteilung der Sympathien und der Achtung der Verbraucher. Letztendlich kann nur der Mindestlohn verhindern, dass diejenigen Unternehmen den größten wirtschaftlichen Erfolg aufweisen, die ihre Preise mit den verachtenswertesten Methoden auf dem Rücken der von ihnen abhängigen Menschen erzielen.

Sicherliche ist diese Einteilung – hier die anständigen Unternehmer, die für den Mindestlohn sind, und dort die unanständigen, die ihn ablehnen – ein viel zu grobes Raster, um die Wirklichkeit widerzuspiegeln. Hinzu kommt, dass die Bedeutung des Begriffes vom anständigen Unternehmer im Ungefähren bleibt. Was er aber ungefähr meinen soll, ist der erwähnte Unternehmer, der ein gutes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern hat, sie angemessen entlohnt und deswegen in Schwierigkeiten gerät, weil sein Konkurrent Hungerlöhne zahlt, billiger anbieten kann und sich so die Aufträge sichert. Es gibt sehr wohl Branchen, in denen dies so ist.

Es ist in Deutschland keineswegs notwendig, dass mehr und mehr Menschen in wirtschaftliche Unsicherheit und Armut gedrängt werden. Bis vor ungefähr zwanzig Jahren war dies ein Land, in dem Leben und leben lassen gegolten hat und die blanke Existenzangst weitgehend der Vergangenheit angehört hat. Inzwischen ist sie zurück. Dies ist nicht gut.

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Sep 24, 2011

17 Tage mit der neuen ebay-Kaufabwicklung: Murks und Pfusch an einigen Stellen

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Am 29. Juni hatten wir hier darüber berichtet, dass die neue ebay-Kaufabwicklung scharfgeschaltet worden war und afterbuy seitdem keine Paypal-Zahlungen mehr verbuchte. Dieses Problem ließ sich schnell beheben, denn aftterbuy arbeitet seit der neuen Abwicklung mit der Paypal-Instant Payment Notification (IPN) und diese musste nur noch von uns implementiert werden. Ich weiß nicht, wie es anderen Händlern geht, aber an uns war die Ankündigung, der zufolge die IPN jetzt verpflichtend ist, vollkommen vorbeigegangen.

Aber egal, wir haben es umgesetzt und damit war das größte Problem behoben. Aber es bleiben noch einige andere Macken.

  1. Die Nachnahme geht gar nicht mehr. Früher wurde der ebay-Käufer zu afterbuy geführt und hat dort seine Zahlungsmethode gewählt. Jetzt fragt ebay bei afterbuy an, welche Methoden es gibt und präsentiert dem Käufer das Resultat. In afterbuy haben wir für die Nachnahme einen Zahlartenaufschlag von 5€ hinterlegt, aber: ebay kennt keinen Zahlartenaufschlag. Das bedeutet für uns, dass wir auf ebay die Nachnahme entweder gar nicht oder nur noch kostenfrei anbieten können. Da die zweite Option einen Verlust bedeuten würde, mussten wir die Nachnahme entfernen. Meines Wissens nach ist keine Besserung hierfür in Sicht.
  2. Unerklärliche Versandkosten. Manchen ebay-Kunden werden einfach mal eben so einige Euro Versandkosten präsentiert, obwohl sowohl der Kunde als auch wir überhaupt keine Versandkosten vorgesehen hatten. Meistens sind es 2€ pro Position. Dieses Problem scheint mit dem dritten Punkt verbunden zu sein.
  3. Probleme mit der Kombizahlung. Wir haben die Möglichkeit der Kombizahlung aktiviert, aber es funktioniert sehr oft nicht. Kunden, die mehrere Positionen kaufen, bezahlen häufig jede Position einzeln. Darüber freut sich natürlich die ebay-Tochter Paypal, die höhere Gebühren kassiert, als bei einer Kombizahlung angefallen wären.
  4. Paypal-Zahlungen werden nicht verbucht. Das größte Problem: Erst gestern bemerkten wir anhand von Nachfragen erboster Kunden, das zwischen dem 08. und 13. Juli einige Paypal-Zahlungen von afterbuy übersehen wurden. Im afterbuy-Forum haben andere Händler dies bereits gemeldet und der Fehler ist somit bekannt. Zufriedene Kunden erzeugt man mit solchen Fehlern sicherlich nicht.
Wer es nicht weiß und auch nicht vermutet: Paypal und afterbuy sind ebay-Töchter und es ist erstaunlich, wie schlecht die Systeme innerhalb einer Konzerngruppe zusammenarbeiten. Die Leidtragenden sind wir Händler sowie natürlich die Kunden, die erst mit Verzögerung beliefert werden, weil die Schnittstelle zwischen Paypal und afterbuy versagt hat. Manchmal scheint es mir, als wolle ebay mit der Umstellung die Anzahl der Verkäufer mit Top-Bewertung (TSR) reduzieren, denn allzu positive Bewertungen sind von den verspätet belieferten Kunden nicht zu erwarten. Der Anreiz hierfür wäre für ebay gegeben, denn ein Nicht-TSR zahlt doppelt so hohe Provisionen wie ein TSR. Nur was ist mit dem positiven Kauferlebnis, von dem die Marketing-Strategen so gerne schwärmen?
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Jul 17, 2011

Die neue ebay-Kaufabwicklung ist da und es funktioniert: nichts

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Heute ist er also da, der langerwartete und natürlich ebenso lange befürchtete Tag, an dem die neue ebay-Kaufabwicklung scharfgeschaltet wird. Was ändert sich denn eigentlich heute? Nun, ebay hat beschlossen, dass die gesamte Kaufabwicklung, also die Auswahl der Zahlungsmethode sowie der Lieferanschrift, künftig innerhalb ebay geschehen soll. Denn praktisch jeder gewerbliche Händler hat diese Abwicklung bisher in externen System vornehmen lassen, meistens in afterbuy. Damit aber soll nun Schluss sein. Read the rest of this post

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Jun 29, 2011

Frist beim Widerruf:Jetzt doch wieder 1 Monat, aber nur bei Auktionen

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Wie wohl für jeden anderen Onlinehändler auch war der 11. Juni 2010 für uns ein besonderer Tag. Das neue Widerrufsrecht trat in Kraft und die Frist beträgt seitdem wieder 14 Tage. Vor diesem Stichtag war die Widerrufsfrist bekanntlich auf einen Monat angewachsen, was jedoch nicht einem Gesetz geschuldet war, sondern einem Richterspruch. Das neue Gesetz brachte nun aber die 14-Tage-Frist zurück.

Wenn man sich den neuen §355 BGB jedoch näher betrachtet, so ist nach wie vor eine Widerrufsfrist von einem Monat vorgesehen. Diese längere Frist gilt nämlich dann, wenn dem Verbraucher die Widerrufsbelehrung nicht unmittelbar nach Vertragsschluss zugestellt wird. Hiervon sind wir aber nicht betroffen, denn wer bei uns über ebay etwas kauft, bekommt die Widerrufsbelehrung als Teil der Afterbuy-Email binnen Sekunden zugeschickt.

Und so galt bisher die Regel, dass durch den Einsatz eines Tools wie Afterbuy immer die vierzehntägige Widerrufsfrist gilt. Das leidige Thema Widerrufsrecht war eigentlich schon erledigt und beigelegt, doch nun kommt durch ein Urteil des LG Dortmund (Beschluss vom 07.04.2011, Az.: 20 O 19/11) plötzlich wieder Bewegung hinein.

Die Richter hatten über die Frage zu entscheiden, wann denn bei einem Verkauf als Auktion der Zeitpunkt des Vertragsschlusses anzusetzen ist. Sie entschieden sich dann für den Moment der Gebotsabgabe durch den späteren Höchstbietenden, was zur Folge hat, dass der Versand der Afterbuy-Email nicht mehr unmittelbar nach Vertragsschluss erfolgt. Denn im Extremfall können zwischen der Abgabe des Höchstgebotes und dem Auktionsende bei ebay bis zu zehn Tage liegen, was sicherlich nicht mehr als unmittelbar zu bezeichnen ist.

Und schon haben wir die nächste Änderung in der praktischen Umsetzung des Widerrufsrechts auf dem Tisch, denn jetzt gelten für Auktionen und Festpreisangebote unterschiedliche Fristen. Für jeden Artikel, der bei ebay als Auktion verkauft wird, muss plötzlich wieder über eine einmonatige Widerrufsfrist belehrt werden und dies auch dann, wenn sofort nach Auktionsende eine automatische Email versendet wird. Abmahner können sich einmal mehr die Hände reiben.

Wir verkaufen überhaupt nichts als Auktion, weswegen wir hiervon verschont sind. Ganz blöd gelaufen ist es aber für die Händler, die sowohl Auktionen als auch Festpreisangebote eingestellt haben, denn ebay kennt pro Verkäuferkonto nur ein einziges Feld für die Widerrufsbelehrung. Es ist seit diesem Urteil also nicht mehr möglich, abmahnsicher gleichzeitig Auktionen und Festpreisangebote bei ebay zu verkaufen.

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Apr 27, 2011

Mit wem kommt mein Paket? Die neue Lage nach Ostern

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Mit wem versendet adaptare eigentlich? Falsche Frage, denn es müsste heißen: Mit wem versendet adaptare nicht? Es ist inzwischen für Außenstehende ein wenig unübersichtlich geworden, wann wir mit welchem Dienst versenden und nach Ostern ändert sich schon wieder etwas.

Die 8-Euro-Grenze

Der Gesamtpreis der Bestellung entscheidet darüber, ob wir versichert oder unversichert verschicken. Bestellungen unter 8€ kommen als Warensendung mit der Deutschen Post oder, wenn es schneller gehen soll, als Briefsendung für 2€ Aufpreis.

Ja, die Warensendung hat Ihre Schwächen, aber unterhalb der 8-Euro-Grenze sind die Kosten eines Paketversands schlicht nicht gedeckt. Wir möchten keine Mindestbestellwerte oder Mindermengenzuschläge und auch keine separaten Versandkosten einführen. Dies wäre allerdings notwendig, wenn wir jede Bestellung als versichertes Paket rausschicken würden. Man soll weiterhin bei uns den einzelnen USB-Adapter für €1,69 bekommen und nicht für €5,99, die erforderlich wären, wenn er als Paket käme.

Mit welchem Paketdienst? Das kommt ganz drauf an.

Oberhalb der 8-Euro-Grenze versenden wir als Paket. Das DHL-Paket wird weiterhin 2€ Aufpreis kosten, aber bei der Wahl des Paketdienstes, für den wir keinen Aufschlag berechnen, kommt es ab dem 26.04. darauf an, ob die Lieferanschrift ein Unternehmen oder eine Privatadresse ist.

Privatpersonen werden weiterhin mit GLS oder Hermes beliefert. Wir wissen, dass beide Dienste in manchen Teilen Deutschland nicht so wirklich qualifiziertes Personal einsetzen und daher einige Kunden gerne auch zwischen diesen beiden Diensten auswählen würden. Wir haben diese Wahlmöglichkeit noch in der Liste der möglichen Änderungen und denken darüber nach.

Die Veränderung nach Ostern betrifft Paketsendungen an Unternehmen, denn hierfür hat nun UPS unseren Zuschlag bekommen. Im Gegensatz zu den anderen Dienstleistern unterscheidet UPS zwischen privaten und gewerblichen Empfängern und berechnet einen Zuschlag für Privatpersonen. Der Grund: Interne Studien haben gezeigt, dass Privatpersonen im Schnitt 2,2-mal angefahren werden, bis jemand zuhause ist. Bei Unternehmen hingegen ist immer jemand erreichbar, bei dem das Paket abgegeben werden kann.

Und dieser Unterschied spiegelt sich bei UPS im Preis wieder. Andere Paketdienste haben sicherlich auch einen Privatpersonenzuschlag, schlagen diesen jedoch auf den Einheitspreis auf und berechnen ihn somit für alle Pakete.

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Apr 22, 2011

Eine Auszeichnung von amazon: Top 25%-Verkäufer der Weihnachtssaison

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Vergangene Nacht kam diese kleine Urkunde von amazon per Mail hereingeflattert:

amazon-Urkunde: Top 25%-Verkäufer

amazon-Urkunde: Top 25%-Verkäufer

Eine sehr nette Geste, muss ich sagen. Wir sind dann heute auch gleich mit einem noch viel größeren Antrieb an die Arbeit gegangen.

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Mrz 8, 2011

Die Great Firewall of China: An wen werden unsere Emails verteilt?

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Rätselhaftes China: Die technischen Einrichtungen, mit denen das Reich der Mitte gegen das Internet abgeschottet wird, sind ja inzwischen gut dokumentiert. Dennoch wird man jedes Mal wieder überrascht, wenn man hiermit konfrontiert wird und nach meinem jüngsten Erlebnis scheint es mir, als wenn Emails sogar abgefangen und an potenzielle Lieferanten weitergereicht werden. Dies wäre dann natürlich eine Nutzung der Firewall, die so rein gar nichts mit Kontrolle und Überwachung zu tun hat, sondern vielmehr mit einer Exportsteigerung.

Was ist passiert? Am Freitagnachmittag hatte ich unserem Stammlieferanten in Shenzhen eine Email geschickt mit der Anfrage nach S-Videokabeln mit siebenpoligem Stecker. Seitdem erreichten uns mehrere Angebote von uns vollkommen unbekannten chinesischen Händlern, die sich aber alle ganz explizit auf unsere Anfrage beziehen. Unser Lieferant hat zwar ebenfalls geantwortet, aber dennoch scheint es so zu sein, als ob das Keyword 7 pin s-video cable irgendwelche Filter getriggert hätte.

Die andere denkbare Möglichkeit scheidet wohl eher aus, denn es ist kaum vorstellbar, dass unser Stammlieferant unsere Anfrage an Konkurrenten weitergereicht hätte. In China herrscht bekanntlich ein lupenreiner kapitalistischer Wettbewerb und kein Anbieter würde seine Kunden und deren Anfragen freiwillig mit anderen Anbietern teilen.

Bei staatlichen Überwachungsorganen hingegen sind solche Lecks schon eher denkbar. In China soll ja, vor allem auf den kommunalen Verwaltungsebenen, teilweise eine sagenhafte Korruption vorherrschen und so könnte eine mögliche Erklärung lauten, dass die Wächter an den Toren der Great Firewall ihre wertvollen Informationen verkaufen. Wenn dann eine Exportfirma genügend Geld böte, bekäme sie herausgefilterte Emails, die zu den von ihr verkauften Produkten passen. Also eigentlich das gleiche Prinzip wie bei Google Adwords, nur mit dem Unterschied, dass statt einer Anzeige gleich eine Email hereinkommt.

Natürlich ist das alles reine Spekulation, denn ich spinne einfach nur ein bisschen herum und suche nach möglichen Erklärungen. Aber wenn wir uns an die Fakten halten, bleibt die Tatsache bestehen, dass wir eine Mail an Anbieter X geschickt und passgenaue Antworten von Anbieter Y und Z bekommen haben. Wer hierfür eine anderslautende Erklärung hat: Ab damit in die Kommentare.

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Mrz 5, 2011

Achtung, DAU: GLS-Fahrer tauschen keine DSL-Router aus

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Mein Lieblingsfahrer von GLS hatte heute ein Erlebnis der besonderen Art, das ich Euch nicht vorenthalten möchte. Wenn man selbst mal wieder von einem schwierigen Kunden geärgert wird, ist es immer sehr tröstend zu erleben, wenn es anderen Leuten genauso geht.

Heute vormittag mussten wir nämlich die negative Bewertung eines technisch nicht so versierten, dafür aber um so starrköpfigeren Kunden hinnehmen, der einen IDE-Adapter partout nicht in das Festplattenfach seines Notebooks hineinbekam. Aus diesem Grund bestand er darauf, dass wir die Rücksendekosten tragen sollten, doch da die erhaltene Ware exakt der bestellten entsprach und ihr Preis unter der 40€ -Grenze liegt, haben wir uns auf unser Recht berufen, die Rücksendekosten dem Kunden aufzuerlegen. Denn, jawohl, wir wenden diese gesetzliche Möglichkeit an und tragen nicht in jedem Fall die Kosten der Rücksendung. Unsere Preise sind klein und knapp kalkuliert: Damit sie das bleiben können, müssen wir die Retourenkosten ebenfalls gering halten. Denn letztendlich müssen alle Kosten vom Umsatz gedeckt werden und je kleiner die Kosten, desto kleiner auch die Preise.

Die komplette Geschichte inklusive der Ursache für die unterschiedlichen Ansichten über den IDE-Adapter gibt es bei unserem Support-Papagei cyberfux.

Jetzt aber zur DSL-GLS-Geschichte. Der GLS-Fahrer hatte auf seiner heutigen Tour durch Oldenburg einen Retourenauftrag eines großen DSL-Anbieters und sollte einen defekten Router abholen. Alles nichts Außergewöhnliches eigentlich. Als er dort ankam, öffnete ihm die DSL-Kundin, etwas verschlafen und im Morgenmantel, und übergab dem Fahrer nicht einfach ein fertiges Paket, wie er es erwartet hätte. Vielmehr führte sie ihn die Wohnung, zeigte ihm den immer noch voll verkabelten Router und sagte dann sinngemäß: “Sie wissen ja, was Sie zu tun haben, ich gehe solange ins Bad.” Und noch ehe der Fahrer etwas erwidern konnte, war sie auch schon verschwunden und aus dem Badezimmer ertönte das Plätschern der Dusche.

Dies dauerte dann eine geschlagene halbe Stunde Arbeitszeit, in der der Fahrer nun die Wohnung betrachten konnte, aber ansonsten nichts zu tun hatte. Als die Dame dann fertig geduscht hatte, fiel sie aus allen Wolken, weil nach wie vor der defekte Router unangetastet an seinem Platz stand. Jetzt erst konnte die Situation geklärt werden und ihr dämmerte, dass sie keinen Servicetechniker vor sich stehen hatte, sondern nur einen Paketfahrer. Zu allem Überfluss brach sie auch noch in Tränen aus und jammerte, dass sie doch so dringend ihren Internetzugang brauche.

Aber leider war es nicht die Aufgabe des GLS-Fahrers, für ihre DSL-Leitung zu sorgen. Er half der Kundin dann lediglich, wenigstens den kaputten Router einzupacken, damit wenigstens der Austausch nicht noch mehr verzögert wird.

Nov 3, 2010

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