Vor einem Jahr noch waren PCI-Riser-Karten ein Nischenprodukt für Administratoren großer Netzwerke. Zur Erklärung: PCI-Riser-Karten dienen dazu, eine PCI-Karte um 90 Grad gedreht horizontal zum Mainboard einzubauen. Dies war bislang nur in 19-Zoll-Rackservern erforderlich, deren Gehäuse zu niedrig ist, als das man eine PCI-Karte wie in einem Desktop-Gehäuse vertikal einsetzen könnte.
Somit brauchte also praktisch kein Privatanwender eine PCI-Riser-Karte. Das hat sich nun jedoch durch den Erfolg der Nettops, also der Mini-PCs auf Basis von Intels Atom-Prozessor. Die Nettops werden ja, neben dem Einsatz als Büro-PC, vor allem in heimischen Wohnzimmern verwendet, denn sie sind klein und leise. Zwar langt die Rechenleistung nicht unbedingt zum Abspielen einer Blue-Ray aus, aber normale DVDs und aufgenomme oder heruntergeladenen avi- oder mpg-Videos bewältigt der Atom mühelos.
Das kleine Gehäuse stößt nun aber – ähnlich wie ein Rackserver – an seine Grenzen, wenn man seinen Nettop mit einer PCI-Karte erweitern möchte. Bei einem als Medienstation eingesetzten Nettop könnte dies beispielsweise eine DVB-Tunerkarte sein. Und genau hier kommen dann Riserkarten ins Spiel und sorgen dafür, dass die Karte in dem winzigen Gehäuse untergebracht werden kann.
