Auf Anregung von GicklByte beginne ich heute eine neue Blog-Kategorie und berichte in ihr von den absurdesten Retouren, mit denen uns Kunden erfreut haben. Natürlich sind die Mehrheit der Rücksendungen wohlbegründet, sofern sie begründet sind, aber dennoch gibt es immer wieder Rücksendungen, bei denen man sich als Händler denkt: O Herr, lass Hirn regnen. Um nicht wegen solchen Rücksendungen den Verstand zu verlieren, therapiere ich mich an dieser Stelle, indem ich über solche Retouren schreibe.
Diesmal geht es um Akkus für Gigaset-Schurlostelefone von Siemens. Dieser deutsche Vorzeigekonzern macht es für seine Kunden und uns als Händler von Akkus leider unnötig kompliziert, indem er für identische Akkus unterschiedliche Stecker verbindet. In diesem konkreten Fall war es ein Akku, der aus zwei AAA-Zellen besteht. Dieser Akku wird in manchen Gigaset-Modellen mit einem Hirose- und in anderen Modellen mit einem JST-Stecker an das Telefon angeschlossen. Die beiden Stecker sehen sich zum Verwechseln ähnlich und der Größenunterschied lässt sich eigentlich erst dann erkennen, wenn man beide Stecker nebeneinander hält.
Das Handeln mit Akkus gehört nicht unbedingt zu unseren Kernkompetenzen, weshalb wir leider keine Liste zur Verfügung haben, in der zu jedem Gigaset-Modell der Akkutyp mit verwendetem Stecker aufgeführt wäre. In der Vergangenheit kam es deshalb auch ein paar Mal vor, das ein Kunde leider einen Akku mit falschem Stecker bekommen hat. Diese Gefahr ist inzwischen aber gebannt, weil wir ja einen äußerst cleveren Großhändler haben.
Dieser Großhändler vertreibt nämlich den Akku auch mit einem Universalstecker, bei dem der Plus- und der Minuspol voneinander gelöst sind. Diese Akkus kann man damit in Gigasets sowohl mit Hirose- auch auch mit JST-Anschluss anschließen und läuft nicht Gefahr, einen Akku mit falschem Stecker zu kaufen.
Eine praktische Sache, möchte man meinen, doch in der vergangenen Woche erhielten wir genau so einen Akku als Retoure von einem Kunden zurückgeschickt. Auf der Rechnungskopie stand handschriftlich gekritzelt: Falscher Akku geschickt, hat 2 statt 1 Stecker. Bitte Geld zurück.
Tja, was soll man dazu sagen: Wir haben es gut gemeint mit den Universalsteckern, aber leider muss der Kunde auch in der Lage sein, dies zu verstehen. Daran mangelte es hier offenbar.

