In den letzten Wochen des alten Jahres bereitet uns unser Adapter mit der Artikelnr. 46500 ein paar Magenschmerzen, denn relativ vielen Kunden gelang es nicht mehr, ihre IDE-Laufwerke vom SATA-Controller erkannt zu bekommen. Zwar war dieser Adapter schon immer nicht so ganz pflegeleicht, doch war bisher immer darauf Verlass, das technisch versierte Bastler es am Ende noch immer irgendwie hinkriegten und der Festplattenumbau doch noch zum Erfolg führte. Doch diese Gewissheit bröckelte zuletzt und äußerte sich auch in einer hohen Retourenquote für diesen Artikel. Zeit also für uns, sich einmal näher mit diesem vergleichsweise komplexen Adapter zu befassen, denn welcher Händler zuckt schon gerne mit den Schultern und ist zufrieden damit, dem Kunden antworten zu müssen: Tja, ist halt so, das klappt eben oft nicht und wir haben auch keine Ahnung, woran es liegt.
Da wir diesen Artikel selbst importieren, können wir nicht einfach bei einem deutschen Großhändler auf den Tisch hauen. Das ist dann leider der Nachteil beim Direktimport: Man steht komplett selbst für die Ware gerade, von der Funktionstüchtigkeit bis hin zur fachgerechten Entsorgung nach dem Elektrogesetz. Somit haben wir also ein paar Festplatten von alten IDE-System hinein in neue SATA-PCs wandern lassen und zusätzlich wurden noch Foren auf der Suche nach Erfahrungsberichten mit diesem und ähnlichen Adaptern durchforstet. Und es scheint nun tatsächlich so zu sein, dass wir hinterher eine Aussage treffen können, die sowohl empirisch belastbar belegt ist, als auch von der technischen Seite her betrachtet einen Sinn ergibt.
Damit eine IDE-Festplatte erfolgreich erkannt wird, ist es erforderlich, sie weder als Master oder Slave zu jumpern, sondern sie stattdessen in den Cable Select-Modus zu versetzen. Dies funktioniert mit einem Jumper, der mit CS oder CSEL beschriftet ist und sich meistens im gleichen Jumperblock befindet wie die weitsaus bekannteren Master-/Slave-Jumper.
Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber in den alten IDE-Tagen hat der Cable-Select-Jumper für mich nie eine Rolle gespielt. An jedem IDE-Port gab es einen Master und manchmal auch noch einen Slave, aber die Funktion der anderen Jumper hätte ich nicht erlären können.
Cable Select bedeutet also ungefähr, dass die Zuweisung der Master- und Slave-Eigenschaften nicht manuell vorgenommen wird, sondern automatisch geschieht. Eigentliche eine praktische Sache, doch warum habe ich das früher nie genutzt? Ich nehme an, dass es nicht wirklich zuverlässig funktioniert hat.
Soll nun aber das PATA-Laufwerk als SATA-Gerät eingesetzt werden, ist Cable Select jedoch der einzig gangbare Weg. Der SATA-Controller kann ja mit der Festplatte gar nichts anfangen, wenn Sie auf Master oder Slave konfiguriert ist. Damit die beiden nun zusammenfinden, muss die Festplatte in den Cable-Select-Modus versetzt werden, damit der Adapter ins Spiel kommen und die Festplatten konfigurieren kann. Die Festplatte aber lässt sich nur von außen konfigurieren, wenn zuvor Cable Select aktiviert wurde. Ohne diesen Modus aber wartet sie stur auf ein Signal an den Master oder Slave, das jedoch nie kommen wird, weil sie eben nicht an einen IDE-Controller angeschlossen ist.
Soweit die vermutlich extrem vereinfachte Erklärung. Wenn jemand eine technisch fundiertere Analyse beisteuern kann, dann immer rein damit in die Kommentare, denn uns ist schon bewusst, dass wir dieses Thema nur ganz leicht an der Oberfläche angekratzt haben.













