Wenn man sich vornimmt, sein altes IDE-Notebook mit einer SATA-Festplatte aufzurüsten, haben wir unter der Artikelnummer 46216 den kleinsten Adapter im Angebot, den es bislang am Markt gibt. Inzwischen nutzen viele unserer Kunden diesen Adapter und sind sehr zufrieden mit ihm. Dennoch bleibt der Umbau eines Notebooks ein Eingriff auf engstem Raum, bei dem es manchmal auf jeden Millimeter Platz ankommt und deshalb sind leider auch einige Kunden mit diesem Adapters an ihrer Kombination aus Festplatte und Notebook gescheitert. Manchmal hat ein vollkommen intakter Adapter nicht dafür gesorgt, dass die Festplatte erkannt wurde, aber noch häufiger ließ sich die Festplatte mit dem aufgesteckten Adapter ganz schlicht nicht im Laufwerksschacht unterbringen.
Für manche Notebooks ist die Platine mit ihren 14 mm immer noch zu hoch, um den Deckel wieder schließen zu können. In anderen Geräten wiederum ist es die Anordnung der beiden Steckverbinder, die nicht passen will, denn in einigen Notebooks wäre es erforderlich, dass sich die IDE-Pfostenleiste und die SATA-Anschlüsse auf gleicher Höhe befinden. Die versetzte Anordnung, die für diese Platine gewählt wurde, ist leider nicht für jeden Computer die beste Wahl.
Manchmal passt es also einfach nicht und leider gibt es bislang keine noch kleinere Variante dieses Adapters. Auch eine Version mit den Anschlüssen auf gleicher Bauhöhe ist nicht verfügbar, denn bei einer gewöhnlichen Platine würden die Kontakte kollidieren und es gäbe einen Kurzschluss.
Dennoch möchten wir noch mehr Käufern dieses Adapters zu einem Erfolgserlebnis verhelfen und kürzlich hatte ich mit einem Kunden telefoniert, der die beiden Anschlüsse auf gleicher Höhe benötigt hätte. Als er dann erfuhr, dass es keinen für sein Notebook passenden Adapter gibt, kam ihm die Idee, ein 2,5-Zoll-IDE-Kabel einzusetzen. Der Festplattenschacht hat natürlich exakt die Größe eines 2,5-Zoll-Laufwerks und die Festplatte lässt sich somit kaum auf irgendeine Art versetzt einbauen, aber es gibt ja immer noch das Akkufach. Der Kunde war ein äußerst pragmatischer Bastler und da er sein Notebook ohnehin ausschließlich zuhause benutzt, entfernte er den Akku, um an dessen Stelle die SATA-Festplatte einzusetzen. Die Verbindung zum IDE-Controller stellt er mit einem 44-adrigen 2,5-Zoll-Flachbandkabel her.
2,5-Zoll-Kabel sind wirklich selten und schwierig zu bekommen. Als wir uns vor über einem Jahr zuletzt bei unseren chinesischen Lieferanten erkundigt hatten, konnten sie noch keine liefern. Nun haben wir aber, inspiriert durch den SATA-Adapter, einen erneuten Anlauf gestartet und siehe da: Einer kann tatsächlich liefern.
Und so erwarten wir ab dem 21. März das Eintreffen von 44-adrigen 2,5-Zoll-IDE-Flachbandkabeln in 20 und 30 cm Länge. Mit ihnen sind natürlich noch nicht alle Probleme des Adapters gelöst, aber in manchen Notebooks werden die Kabel sicherlich helfen. Die Festplatte muss ja nicht gleich ins Akkufach wandern, aber gerade mit dem 20 cm-Kabel wird erheblich mehr Flexibilität beim Laufwerkseinbau gewonnen. Die 2,5-Zoll-Schnittstelle ist durch den Verzicht auf ein Kabel extrem starr und unflexibel und teilte diese Eigenschaft mit dem kleineren 1,8-Zoll-Format, als letzteres noch auf die 50-polige Pfostenleiste setzte. Doch bekanntlich war dieser starre Anschluss irgendwann nicht mehr tragbar und als Lösung wurde der ZIF-Sockel präsentiert, der nun wieder auf einem flexiblem Kabel basiert, mit dem sich die Festplatten weitgehend frei platzieren lassen. Wir sind der Ansicht, dass eine ähnliche Flexibilität auch bei 2,5-Zoll-Laufwerken erreichbar ist, wenn ein Kabel ins Spiel kommt.
Wer gut aufgepasst hat, merkt natürlich gleich, dass das so noch nicht funktioniert. Das IDE-Kabel hat zwei weibliche Anschlüsse und ist damit für Computer wie den Amiga gedacht, bei dem die Festplatte und der Controller eine männliche Pfostenleiste haben. Eigentlich bräuchten wir unsere Zwecke ein Flachbandkabel mit einem männlichen und einem weiblichen Ende, was es auch tatsächlich gibt und was wir weiterhin suchen. Diese Verlängerungen sind aber noch schwieriger zu bekommen als die Kabel mit zwei weiblichen Enden. Wir bleiben natürlich an der Sache dran, aber bis dahin können wir mit dem 44-poligen Doppelstecker immerhin einen Adapter anbieten, der das eine weibliche Ende zu einem Pfostenstecker umwandelt.
















