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Tag Archives: Netzwerk

SATA-/IDE-Adapter: für viele NAS-Systeme nicht geeignet

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In der vergangenen Woche erreichte uns eine Retourenmeldung eines Kunden, der den Kauf von vier Laufwerksadaptern widerruft. Es handelt sich dabei um unseren recht neuen Adapter zum Anschließen von SATA-Laufwerken an IDE-Controller.

SATA-/IDE-Adapter

SATA-/IDE-Adapter

Dieser Adapter ist bislang sehr gut von unseren Kunden angenommen worden, denn er ist erheblich einfacher zu handhaben viele ältere Modelle. Man steckt ihn einfach auf den 7+15-poligen SATA-Daten- und Stromanschluss des Laufwerks auf und kann dann an der Rückseite des Adapters das IDE-Kabel und den Molex-Stromstecker anschließen.

In diesem konkreten Fall versagte der Adapter aber den Dienst. Der Kunde retourniert gleich vier Exemplare, mit denen er vergeblich versucht hat, ein IDE-NAS-System mit SATA-Festplatten auszustatten. Das NAS hat die Platten aber nicht erkannt.

Nähere Umstände und vor allem das NAS-Modell sind uns nicht bekannt, aber nach einigem Nachdenken wundert es mich nicht so sehr, dass dieses Vorhaben scheiterte. NAS-Systeme sind üblicherweise mit einem Mini-Linux ausgestattet, welches das NAS bootet und einen Samba-Server startet. Dieses Linux ist äußerst kompakt und beschränkt sich nur auf die notwendigsten Funktionen und Treiber. Wenn es gezielt für NAS-System kompiliert wurde, auf dem es zum Einsatz kommen soll, und es sich hierbei um ein IDE-System handelt, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Linux keine SATA-Treiber enthält. In diesem Fall konnten die SATA-Laufwerke natürlich nicht erkannt werden.

Das heißt nicht, dass unser Adapter in keinem Fall für den Einsatz in einem IDE-NAS geeignet wäre. Es kommt allerdings auf die Treiberausstattung an, die das im NAS eingesetzte Linux mitbringt.

Filed under Laufwerksadapter
Feb 7, 2010

RJ45-Adapter für USB-Modems: Sehr praktisch, aber keine Zauberei

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Bei manchen Kundenanfragen muss man schmunzeln und sie sind es wert, an dieser Stelle wiedergegeben zu werden. Das ist überhaupt nicht böse gemeint und soll nicht höhnisch wirken: Anfragen von technisch nicht ganz so versierten Kunden sind ungemein wertvoll für uns, um unsere Produkte noch besser erklären zu können und wirken der Gefahr der Betriebsblindheit entgegen.

RJ45-/USB-Adapter

RJ45-/USB-Adapter

Konkret geht es um diesen Adapter, den wir seit einigen Wochen anbieten und den wir von unserem chinesischen Lieblingslieferanten gekauft hatten, ohne dass wir zunächst wussten, was genau man damit anfangen kann. Der Adapter hat einen RJ45-Ethernet-Stecker und eine USB-Buchse Typ A. Kann man sich damit aus einem USB-Kabel ein Netzwerkkabel basteln? Ja, das ginge theoretisch, aber wozu sollte man das tun? Ein USB-Kabel sowie zwei Adapter kosten mehr als ein Patchkabel der gleichen Länge und in welche Cat dieses Kabel einzuordnen wäre, vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich ist es eine Cat, die es schon längst nicht mehr regulär zu kaufen gibt.

Nein, dieser Adapter dient dazu, ein DSL-Modem mit USB-Anschluss an eine Ethernet-Buchse anzuschließen. Das ist ja auch durchaus wünschenswert, denn wozu sollte das Modem einen der möglicherweise knappen USB-Ports des Computers blockieren, wenn gleichzeitig der Netzwerkanschluss ungenutzt bleibt. Sinnvoller ist es doch, stattdessen die Ethernetbuchse ihrer ureigensten Aufgabe nachgehen zu lassen und die USB-Anschlüsse für andere Geräte freizuhalten.

Rein technisch stellt die Umwandlung eines USB- in einen RJ45-Anschluss überhaupt kein Problem dar. USB verfügt lediglich über zwei Datenleitungen,während ein Patchkabel vier Adern beziehungsweise zwei Adernpaare besitzt. Der Adapter leitet also lediglich die zwei USB-Datenadern auf eines der beiden Ethernet-Adernpaare weiter. Das zweite Adernpaar nimmt dann die zwei USB-Stromadern auf und genau hier liegt dann der kleine Schönheitsfehler dieses Adapters: Natürlich liegt am Ethernetanschluss kein Strom an, der in das USB-Kabel eingespeist werden könnte. Das USB-Modem muss also mit einem externem Netzteil betrieben werden können. Wenn das Modem seinen Strom ausschließlich aus dem USB-Kabel bezieht, wird ihm mit diesem Adapter schlicht und einfach der Saft fehlen.

Um abschließend auf die eingangs erwähnte Kundenanfrage zurückzukommen: Der Kunde wollte den Adapter nutzen, um seinen Drucker an den Router anzuschließen und damit netzwerkfähig zu machen. Das wäre natürlich genial, wenn dieser kleine Adapter ohne jegliche eigene Elektronik der kleinste und biligste Printserver der Welt wäre. Doch leider führt um den Kauf eines echten Printservers weiterhin kein Weg vorbei, wenn man einen Drucker am Netz freigeben möchte, der keinen eigenen Netzwerkanschluss besitzt.

Wenn es so einfach wäre, wie der Kunde es sich gedacht hatte, würden wir Google bereits entpsrechend mit Anzeigen fluten.

Filed under Netzwerk, USB
Feb 6, 2010

DiiVA: Besser als HDMI?

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Es scheint ja so, als wäre HDMI der unangefochtene Allzweckanschluss für digitales Audio und Video, doch das muss nicht unbedingt so bleiben:  Aus Asien kommt ein Konkurrent namens DiiVA (Digital Interface for Video and Audio).

DiiVA-Logo

DiiVA-Logo

Offenbar kann DiiVA alles, was HDMI in der Version 1.4 beherrscht und noch mehr. Ethernet, also die große Innovation von HDMI 1.4, ist für DiiVA selbstverständlich, denn DiiVA basiert auf Ethernet. Eine DiiVA-Verkabelung lässt sich mit einem CAT6-Patchkabel und Adaptern auf den 13-poligen DiiVA-Stecker herstellen.

Im Vergleich zu HDMI kann DiiVA zwei große Vorteile aufweisen:

  1. Größere Kabellänge: Während HDMI nur mit sehr dicken Kabeln Distanzen von mehr als 10 Meter überbrückt, verspricht DiiVA 25 Meter ohne Qualitätsverlust.
  2. Kabelketten: DiiVA-Kabel sind als Patchkabel sowieso günstiger, aber hinzu kommt noch die Möglichkeit der Kettenbildung. Wer zum Beispiel drei Geräte an seinen Fernseher anschließt, braucht mit HDMI drei Eingänge und drei Kabel. DiiVA-Geräte haben Ein- und Ausgänge und bilden damit eine Kette, die bis zum Endgerät reicht.

Fazit: Extrem vielversprechend. Eventuell gibt es schon bald bei uns DiiVA-Kabel oder zumindest Adapter, um DiiVA-Kabel aus Patchkabeln herzustellen.

Filed under Video
Jan 31, 2010

Wie funktioniert der LAN-Verteiler?

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Es ist angebracht, einige erläuternde Worte über einen Artikel zu verlieren, der zwar sehr nützlich ist, dessen Funktionalität aber auch häufig fehlinterpretiert wird: Den RJ45-Netzwerk-Verteiler.

LAN-Verteiler

LAN-Verteiler

Aus einigen Rückmeldungen lesen wir heraus, dass diese Kunden falsche Vorstellungen von der Funktionsweise dieses Verteilers haben. Offenbar wird manchmal ein Produkt erwartet, dass ähnlich arbeitet wie beispielsweise ein Klinkenverteiler oder auch wie eine Mehrfachsteckdose, also ein Verteiler, den man einfach in einen Netzwerkanschluss steckt, um zwei Geräte anzuschließen. Das ist zwar nicht vollkommen falsch, aber ganz so einfach geht es dann doch nicht.

Während elektrischer Strom sowie Audio- und Videosignalen problemlos auf mehrere Endgeräte verteilt werden können, ist dies bei einer Netzwerkverbindung anders. Ein Computer, NAS-Laufwerk, Printserver etc. müssen angemeldet sein und eine Netzwerkadresse erhalten. Man kann also nicht einfach aus einem Anschluss zwei machen und dann erwarten, dass beide Geräte ans Netz angeschlossen sind.

Wozu gibt es dann diesen Verteiler? Ein RJ-45-Stecker hat 8 Pins, die 4 Adernpaare haben. Diese Paare bestehen aus zwei verdrillten Adaptern, daher der Name Twisted Pair. Im Normalfall sind bei allen RJ-45-Steckern und -Buchsen alle 8 Adern vorhanden, obwohl eine Ethernetverbindung bis 100 Mbit/s nur 2 Paare, also 4 Adern nutzt. Dies heißt dann wiederum, dass die anderen 4 Adern ungenutzt sind und für einen zweiten Anschluss zur Verfügung stünden. Und genau so teilt der Verteiler den RJ-45-Anschluss auf, wie die Skizze der Pinbelegung verdeutlicht.

Pinbelegung LAN-Verteiler

Pinbelegung LAN-Verteiler

Üblicherweise nutzt ein Ethernet-Anschluss die Pins 1,2,3 und 6. Diese vier Pins werden an die rechte Buchse weitergeleitet, also durchgeschleift. Die ungenutzen Pins 4,5,7 und 8 aber werden an die Pins 1,2,3 und 6 der linken Buchse geführt, wodurch die Voraussetzung für einen zweiten Netzwerkport geschaffen wird.

Die Betonung liegt auf Voraussetzung, den hiermit allein ist noch kein zusätzlicher Port geschaffen. Netzwerkkomponenten für den Heimgebrauch, also vor allem DSL-Router, können damit nicht viel anfangen und richten keinen neuen Port ein. Neue Ports können hier nur mit einem Switch geschaffen werden. Unser Verteiler hingegen benötigt eine strukturierte Verkabelung, damit an der zweiten Buchse ein Port eingerichtet werden kann. Anders gesagt: Sie können den Verteiler in Ihrem Büro an die Netzwerkdose anschließen, an der Ihr PC hängt und müssten dann aber noch einen Netzwerkadministrator dazu bringen, den zweiten Port einzurichten. An Ihrem heimischen DSL-Router aber wird lediglich der vorhandene Port durchgeschleift und die zweite Buchse des Verteiler bleibt tot.

Filed under Netzwerk
Dez 4, 2009

Alternative zu WLAN: Fensterdurchführung

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Neulich kam mir beim Blick auf unser Koaxial-Segment endlich die Lösung für ein Hardware-Problem in den Sinn, dass ich vor rund 8 Jahren hatte. Die erforderlichen Komponenten hätte es damals schon gegeben, aber manchmal braucht der Verstand leider etwas länger.

Es war im Jahr 2001 und wir als Studenten-WG hatten uns eine 768-kbit-DSL-Leitung zugelegt. Das war damals noch etwas ganz Besonderes. Router waren noch selten anzutreffen, hätten unser Budget gesprengt uns deshalb hing im Flur ein ausrangierter Pentium-90-PC im Desktopgehäuse, der mit vier Wandhaltern für Autoreifen befestigt war. Auf diesem Rechnerschätzchen lief eine Routing-Software, über die wir uns die DSL-Leitung teilen konnten. Die Einrichtung eines Netzwerks war unter Windows noch richtig schwierig und außerdem hatten wir uns für BNC-Kabel entschieden. Da ich das mittlere Zimmer bewohnte, führten zwei Kabel an meinen PC. Meine Nachbarn am Ende der Kabelkette hatten es da besser und durften die Terminatoren an ihren Netzwerkkarten anbringen.

Spätestens mit der ersten Stromabrechnung wurde uns natürlich klar, dass dieser Software-Router nicht wirklich die preisgünstigere Alternative zu einem richtigen Router war. Doch das ist ein anderes Thema. Als unser Netz funktionierte, wollten wir die Kosten auf noch mehr Personen teilen und die Nachbar-WG im Stockwerk über uns einbinden. Ein paar Jahre später haben wir natürlich einfach einen WLAN-Router aufgestellt, aber 2001 war das noch Zukunftsmusik. Die Decke mit einer Hilti zu durchbohren hätte früher oder später Ärger mit der Hausverwaltung bedeutet und der Weg durch die Fenster war auch nur im Sommer möglich, denn  den Winter wollten wir ungern bei offenen Fenstern verbringen.

Das Ende vom Lied war also, dass wir scheiterten und es gelassen haben. Mit meinem heutigen technischen Wissen fiel mir nun aber mit acht Jahren Verspätung die Lösung ein: mit zwei Fensterdurchführungen für SAT-Kabel hatten wir unsere Netzwerkkabel ohne Bohren von einem Stockwerk ins andere verlegen können. Mit heutigen Patchkabeln ginge es nicht, aber wir hatten ja die gute alte koaxiale BNC-Technik benutzt und hätten deshalb auf beide Enden der Fensterdurchführungen einen Adapter mit F-Stecker und BNC-Kupplung aufstecken können. Das schöne an Koaxialkabeln ist ja, dass man problemlos die Steckertypen wechseln kann.

Wer also Internetzugang in mehreren Stockwerken des Hauses braucht und Probleme oder Bedenken wegen WLAN hat: Mit BNC-Netzwerkkabeln und Koax-Fensterdurchführungen gibt es eine Alternative.

Nov 25, 2009

Nutzen Sie doch mal die Wake-on-LAN-Funktion

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Ich möchte heute auf eine selten genutzte, aber sehr praktische Funktion hinweisen: Wake-on-LAN (WOL), also das Einschalten des PCs über das Netzwerk. WOL ist auf vielen PCs nicht einsatzbereit, weil ein kleines unscheinbares Kabel nicht verlegt ist, das die Netzwerkkarte mit dem Mainboard verbindet.  Mit diesem Kabel aktivieren Sie die WOL-Funktion, wenn Sie sie nutzen möchten.

Filed under Netzwerk
Jul 19, 2009

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