In der vergangenen Woche erreichte uns eine Retourenmeldung eines Kunden, der den Kauf von vier Laufwerksadaptern widerruft. Es handelt sich dabei um unseren recht neuen Adapter zum Anschließen von SATA-Laufwerken an IDE-Controller.
Dieser Adapter ist bislang sehr gut von unseren Kunden angenommen worden, denn er ist erheblich einfacher zu handhaben viele ältere Modelle. Man steckt ihn einfach auf den 7+15-poligen SATA-Daten- und Stromanschluss des Laufwerks auf und kann dann an der Rückseite des Adapters das IDE-Kabel und den Molex-Stromstecker anschließen.
In diesem konkreten Fall versagte der Adapter aber den Dienst. Der Kunde retourniert gleich vier Exemplare, mit denen er vergeblich versucht hat, ein IDE-NAS-System mit SATA-Festplatten auszustatten. Das NAS hat die Platten aber nicht erkannt.
Nähere Umstände und vor allem das NAS-Modell sind uns nicht bekannt, aber nach einigem Nachdenken wundert es mich nicht so sehr, dass dieses Vorhaben scheiterte. NAS-Systeme sind üblicherweise mit einem Mini-Linux ausgestattet, welches das NAS bootet und einen Samba-Server startet. Dieses Linux ist äußerst kompakt und beschränkt sich nur auf die notwendigsten Funktionen und Treiber. Wenn es gezielt für NAS-System kompiliert wurde, auf dem es zum Einsatz kommen soll, und es sich hierbei um ein IDE-System handelt, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Linux keine SATA-Treiber enthält. In diesem Fall konnten die SATA-Laufwerke natürlich nicht erkannt werden.
Das heißt nicht, dass unser Adapter in keinem Fall für den Einsatz in einem IDE-NAS geeignet wäre. Es kommt allerdings auf die Treiberausstattung an, die das im NAS eingesetzte Linux mitbringt.






