adaptare Blog

Kabel, Adapter und der Onlinehandel an und für sich

RSS Feed

Tag Archives: Post

Fail-Whale bei der Deutschen Post gesichtet: Briefe nach 4 Werktagen noch nicht angekommen

1 Comment

Die Post, mal wieder die Post, immer wieder die Post: Bekanntlich bieten wir ja gegen Aufpreis von €2,00 einen schnelleren Versand als die häufig langsame Warensendung an. Bei Kleinpreisartikeln ist dies im Normalfall die Briefsendung. Wenn man der Werbung der Post glaubt, ist dies eine sichere Lösung für einen schnellen Versand, da die Deutsche Post  ja europäische Spitzenwerte erziele und weit über 90 Prozent der Briefsendungen nur einen Tag nach deren Einlieferung zustelle. Die Zustellung am Folgetag sei laut Post der Normalfall, was durch unabhängige Qualitäterhebungen kontinuierlich gemessen würde.

Leider können wir diese Zahlen im Moment überhaupt nicht bestätigen. Uns ist nicht bekannt, was am vergangenen Donnerstag, den 24.06., bei der Post schiefgelaufen ist und ob es vielleicht noch den Nachwirkungen des Achtelfinaleinzugs vom Vorabend geschuldet war. Fakt ist aber, dass wir, wie jeden Tag, eine separate Kiste eingeliefert haben – postintern auch Schwinge genannt -, die ausschließlich Briefsendungen enthielt. Diese Trennung ist unser Beitrag dazu, dass die Briefsendungen getrennt von den Warensendungen behandelt werden, damit sich bloß nichts vermischt und durcheinandergerät.

Fakt ist weiterhin, dass uns bis heute, Dienstag den 29.06. und mithin vier Werktage nach Einlieferung, die Reklamationen von fünf äußerst unzufriedenen Kunden vorliegen, die trotz Aufpreis für einen schnellen Versand noch immer nicht ihre bestellte Ware bekommen haben. Sämtliche dieser fünf Bestellungen wurden wohlgemerkt am besagten vergangenen Donnerstag von uns im festen Vertrauen darauf versendet, dass sie am Freitag unseren Kunden zugestellt werden. Ein Eintreffen am Samstag wäre ja auch noch hinnehmbar gewesen, aber auch an diesem Tag kam der Briefzusteller ohne eine adaptare-Sendung.

Das ist natürlich ein Super-GAU für uns, unsere Kunden und vor allem für unsere Kundenzufriedenheit. Es stellt sich die Frage: Liebe Post, wie kann so etwas sein?

Filed under Allgemeines
Jun 29, 2010

Schnellere Warensendung durch Ausüben von Druck auf die Post?

0 Comments

Die Warensendung der Deutschen Post auf der einen Seite und unsere Kunden und wir auf der anderen Seite, wir werden wohl in diesem Leben keine Freunde mehr. Aber dennoch gibt es eine Sache zur Warensendung zu erwähnen, die wir gebetsmühlenartig wiederholen: Sie ist konkurrenzlos günstig und für kleine Artikel, wie wir sie verkaufen, ohne Alternative.

Auch wenn wir wie die Bundeskanzlerin klingen, die ja auch oft und gerne ihre Politik als alternativlos darstellt, so stimmt es im Fall der Warensendung sogar. Ja, sie ist langsam und, ja, sie kennt keine Sendungsverfolgung, aber sie ist günstig. Die meisten Kunden, die oft und viel online einkaufen, wissen, worauf sie sich bei der Warensendung einlassen und sie wissen ebenfalls, dass die maximale Laufzeit von vier Tagen, die von der Post genannt wird, nur auf dem Papier besteht. Diejenigen Kunden jedoch, die das nicht wissen, erzeugen die Mehrheit aller Anfragen bei uns und stellen auch die überwältigende Mehrheit aller unzufriedenen Kunden.

Denn die Laufzeit der Warensendung ist bei uns mit Abstand der häufigste Auslöser für Kundenunzufriedenheit. Dass längst nicht alle Kunden über die Bedingungen einer Warensendung informiert sind, erkennen wir beispielsweise an Nachfragen zur Sendungsnummer eines Y-Stromkabels im Gesamtwert von €1,39 inklusive Versand. Diese Anfrage lässt doch tatsächlich darauf schließen, dass ein Kunde bei einer Bestellung dieser Höhe einen versicherten  und nachverfolgbaren Paketversand erwartet hatte. Wenn dann aber genau diese Warensendung nach fünf Werktagen noch nicht beim Kunden eingetroffen ist, wird er unzufrieden. Und wenn genau diese Warensendung  im schlimmsten Fall zwölf Werktage unterwegs ist, was durchaus vorkommt, wird er besonders unzufrieden und glaubt uns auch in der Regel nicht mehr, dass wir sein Kabel tatsächlich maximal einen Werktag nach Eingang der amazon-Bestellung verschickt haben.

Denn amazon und deren Angabe eines vorraussichtlichen Eintreffens der Bestellung im Kundenkonto ist ein weiterer Grund für Unzufriedenheit. Hier orientiert sich amazon leider an der Post-Angabe von maximal vier Werktagen und somit treffen viele Warensendungen später ein als von amazon vorrausgesagt. Wenn man weiß, wie diese amazon-Angaben zustandekommen, wundert es einen nicht besonders, aber viele Kunden orientieren sich an dem, was amazon ihnen nennt. Dazu kommt natürlich noch die ganz generell höhere Kundenerwartung bei Käufen über amazon hinsichtlich Service und Liefergeschwindigkeit. Doch auch hier gilt, dass wir bei einem Verkaufspreis von €1,39 keine besseren Versandart verwenden können. Um beim Beispiel des Y-Stromkabels zu bleiben: Wir könnten es auch als Brief für €1,45 Porto versenden, doch wenn wir dieses Kabel denn nicht mehr für €1,39 bei amazon anbieten, sondern für €2,19, bekommt für die meisten Verkäufe dieses Artikels unser Wettbewerber den Zuschlag, der weiterhin für €1,39 verkauft und ihn als Warensendung verschickt.

Und so ist es nicht nur bei amazon, sondern auf allen Plattformen. Würden wir sämtliche Bestellungen von Kleinteilen als Paket oder auch nur als Brief versenden, müssten wir enstsprechend höhere Preise veranschlagen, was unseren Umsatz in den Keller drücken würde. Unser Kerngeschäft sind nun einmal Kleinteile mit einem geringen Preis und Gewicht. Und außerdem bieten wir ja gegen Aufpreis auch einen schnelleren Versand als Briefsendung an – man muss diesen Service nur nutzen.

Nun hatten wir bei der Warensendung bislang den Eindruck, dass sich jede einzelne Sendung gewissermaßen in Gottes Hand befände. Keine dieser Sendungen ist in irgendeiner Weise nachverfolgbar und  auch nach mehreren Tagen in den Händen der Post kann man nur hoffen, dass sie in den nächsten Tagen irgendwann beim Kunden eintrifft. Nachforschungsaufträge werden aufgenommen und zunächst mit einer Nachfrage nach mehr Details beantwortet, bevor sie dann ein paar Wochen lang auf Wiedervorlage gelegt und schließlich mit einem bedauernden Brief abgeschlossen werden.

Doch vielleicht haben wir uns auch immer nur an die falsche Stelle im Postkonzern gewandt, denn einer unserer Kunden hatte offenbar mehr Erfolg und berichtet uns dies:

ich habe mich mit der Deutschen Post in Verbindung gesetzt, laut deren
Aussage sich keine Sendung an mich mit meiner Adresse im System befand.
Nachdem etwas Druck gemacht wurde ist die Sendung jedoch aufgetaucht,
womit der Fehler wohl bei der Deutschen Post lag.

Erstaunlich – und somit appellieren wir an alle unsere Kunden, bei ihrer jeweiligen Post vor Ort ruhig mal etwas Druck zu machen. Es ist durchaus möglich, dass man damit Erfolg hat und schneller als erhofft an die sehnsüchtig erwartete adaptare-Bestellung kommt.

Filed under Allgemeines
Jun 10, 2010

Post-Schikane: Es geht in die nächste Runde – und die letzte.

0 Comments

Wir haben zwar noch immer keinerlei Antwort auf das Beschwerdeschreiben vom letzten Samstag erhalten, aber die Postbediensteten des Oldenburger Briefzentrum haben sich heute noch einmal selbst übertroffen, was das Korinthenkacken betrifft. Zum Glück habe ich vor einer Stunde bei DPD unterschrieben, damit das ganze Elend demnächst ein Ende hat. Die adaptare-Versandpartner sind damit:

  • Für kleine Sendungen bis 50 Gramm: Die Deutsche Post (da noch alternativlos)
  • Für Sendungen über 50 Gramm: DPD
  • Für Paketsendungen: GLS

Das Briefzentrum Oldenburg hat also sein Ziel erreicht und uns gründlich vergrault. Was ist heute passiert? Zur Schonung unser aller Nerven wurden die Versandmitarbeiter angewiesen, lieber einmal mehr als einmal weniger nachzuwiegen, denn wir wissen ja inzwischen, das man bei der Post ein ganz besonders scharfes Auge auf unsere Sendungen geworfen hat. Anscheinend sind die Postler hier in Oldenburg auch sehr gelangweilt und nicht ausgelastet, denn irgendjemand nimmt sich ja auch jeden Tag die Zeit und überprüft unsere 300-400 Warensendungen mit der ganz besonders feinen Waage.

Es gab also diesmal nichts am Gewicht zu bemängeln, aber wer meint, nun würden unsere Warensendungen befördert, der irrt. Nun kommt nämlich der kreative Beamtenschimmel auf die Idee, das Verschlossensein unserer Warensendungen zu bemängeln. Bekanntlich müssen Warensendungen grundsätzlich mit einem Verschluss versehen sein, der sich öffnen lässt, nur haben wir schon sehr lange eine Vereinbarung mit der Post, wonach wir aufgrund unseres hohen Sendungsaufkommens Warensendungen verschlossen einliefern dürfen. Diese Vereinbarung besteht eigentlich weiterhin, aber mit Vertragstreue nimmt es der VEB Briefbeförderung allem Anschein nach nicht so genau.

Natürlich war der Erbsenzähler im Recht, wie sich herausstellen sollte. Ein Anruf bei unserem Kundenbetreuer (der unseren Wechsel zu DPD durchaus verstehen kann) ergab, dass auf eine verschlossene Warensendung nicht nur der Hinweis Warensendung anzubringen ist, sondern Warensendung ergänzt mit Entgelt geprüft. Auch wenn das korrekt sein mag: Es hat bisher noch nie jemand auf diesen Hinweis bestanden. Eigentlich neige ich nicht zu Verfolgungswahn, aber hier sucht offenbar doch jemand ganz gezielt in den Krümeln nach Kinkerlitzchen, die er bemängeln kann. Die Anzeichen für eine gezielte Schikane lassen sich nicht mehr leugnen und werden auch von mehreren – vernünftigen – Postmitarbeitern nicht mehr geleugnet.

Wir verstehen die Signale, wenn man uns nicht mehr haben möchte und gehen nun auch weg von der Post. Dann haben die Prüfer im Briefzentrum ihr Ziel erreicht und können den nächsten größeren Versandhändler wegekeln. Passenderweise hatte ich auch heute einen Firmenkunden am Telefonen, der auf seine Ware wartete und unser Leiden nachvollziehen konnte. Den Worten dieses Kunden habe ich nichts hinzuzufügen und kann sie nur unterstreichen.

Sie lauteten: Mit der Post kann man nicht mehr vernünftig zusammenarbeiten.

Filed under Allgemeines
Apr 29, 2010

Offener Beschwerdebrief an die Deutsche Post

2 Comments

Hier gibt es die PDF-Kopie der Beschwerde an die Deutsche Post, die wir heute über das Kontaktformular eingereicht haben.

Filed under Allgemeines
Apr 24, 2010

Die Post schikaniert uns und behindert unsere Arbeit

2 Comments

Die Post ist immer noch ein Unternehmen, für das die Gesetze der Marktwirtschaft offenkundig nicht gelten. Ich rede hier weniger von der Endlosdebatte über den Post-Mindestlohn oder über das de-facto-Monopol für Briefsendungen, sondern vielmehr über den Umgang, genauer gesagt: mit Großkunden wie uns.

Man kann uns durchaus als einen Großkunden bezeichnen, denn wir bezahlen Monat für Monat konstant über 10.000 Euro für unsere Brief- und vor allem Warensendungen an die Post. Bis auf gelegentlich zu lange Laufzeiten sowie ein paar Versandverlust lief das auch im Großen und Ganzen reibungslos ab.

Seit vergangenem Dienstag ist nun aber alles ganz anders. Bereits den dritten Tag in Folge kam die bedauernswerte Briefträgerin beladen mit einem riesigem Sack in unser Geschäft, in dem sie rund 40 Sendungen vom Vortag wieder bei uns ablud, die angeblich alle unterfrankiert waren. Ich habe stichprobenartig einige davon überprüft: Ja, es stimmt, ein 1,5-mm-Klinkenkabel in einem Luftpolsterumschlag wiegt 55 Gramm und müsste korrekterweise mit €1,65 statt mit 70 ct frankiert werden. Nur: Über Jahre hinweg hat das niemanden gestört und unsere Preise sind auf Basis des Versands zu 70 ct kalkuliert. Warum fängt das Briefzentrum jetzt auf einmal an, bei uns in den Krümeln zu suchen und Korinthen zu kacken?

Nach unserem Verständnis behandelt man einen Kunden, der einen Jahresumsatz von weit über 100.000 Euro einbringt, anders als die Oma, die einmal im Jahr zu Weihnachten ein paar Grußkarten an ihre Lieben schickt. Warum werden unsere Warensendungen auf einmal peinlichst genau auf das Gramm genau überprüft? Habt Ihr im Oldenburger Briefzentrum nichts mehr oder nichts besseres zu tun? Sind wir wieder in den Zeiten der Bundespost?

Genauso wie wir unsere Kunden anständig behandeln, erwarten auch wir eine menschliche Behandlung ohne Anflüge des Beamtentums. Und dies erwarten wir erst recht, wenn wir jede Menge Tausender abdrücken. Also, liebe Post: Lasst die Schikane sein! Auch DPD befördert inzwischen Briefe und dort werden wir wie Kunden behandelt.

Filed under Allgemeines
Apr 15, 2010

Die Warensendung: Gibt es einen Verschiebebahnhof zwischen Post und DHL

11 Comments

Gestern hat mich ein interessanter Bericht eines Postmitarbeiters aus dem Innenleben des gelben Riesen erreicht, der den Lesern unseres Blogs nicht verborgen bleiben soll. Immerhin geht es hierbei auch um unsere Ehrenrettung, denn manchmal kommt es bei uns leider zu ungewöhnlich langen Lieferzeiten, die wir nicht verschuldet haben.

Unverändert entscheiden sich 99 Prozent unserer Kunden für den Versand als Warensendung und zu ebenfall 99 Prozent läuft auch alles reibungslos ab, wie wir an unserer momentan recht guten Kundenzufriedenheit erkennen können. Da es noch immer keinen nennenswerten Wettbewerb im Bereich der Briefsendungen gibt, bleibt die Warensendung für Kleinteile wie Koaxadapter, SATA-Stromkabel und ähnliche Artikel die alternativlose Versandmöglichkeit. Die geringfügig teurere Variante ist die Briefsendung, die wir jedem Kunden für 2 Euro Aufpreis anbieten.

Manchmal gibt es aber leider eben doch Probleme und eine Warensendung benötigt bis zu 10 Werktage, eher der Kunde endlich seine Bestellung in der Hand hält. So etwas passiert zwar nur in zwei bis drei Prozent aller Fälle, aber natürlich sind wir mit einer derartig zähen Abwicklung einer Bestellung ganz und gar nicht zufrieden. Natürlich fragt man sich angesichts solcher Laufzeiten, wie es überhaupt dazu kommen kann. Liegen die Warensendung vier bis fünf Tage in einem Briefzentrum unbearbeitet herum, bis sich endlich mal jemand ihrer annimmt?

Möglicherweise gibt es einen ganz anderen Grund. Gestern berichtete mir ein Post-Insider, dass es zwischen den beiden Schwesterfirmen Deutsche Post und DHL einen regelrechten Verschiebebahnhof geben soll. Manch ein Leser erinnert sich vielleicht noch an die Situation der Arbeitslosenverwaltung vor Hartz IV. Damals wurden Langzeitarbeitslose permanent zwischen Arbeits- und Sozialamt hin- und hergeschoben. Das Arbeitsamt stufte den Leistungsbezieher als nicht vermittelbar ein, somit als nicht arbeitsfähig und schickte ihn zum Sozialamt. Dort beim Sozialamt wurde jedoch festgestellt, dass er sehr wohl noch drei Stunden am Tag arbeiten könne, das Sozialamt somit nicht für ihn zuständig sei und schon stand er wieder beim Arbeitsamt auf der Matte. Dort begann dann das gleiche Spiel wieder von vorne. Es gab damals eine bestimmte Anzahl von Personen, die keines der beiden Ämter haben wollte und loszuwerden versuchte.

Eine ganz ähnliche Situation scheint bei den Warensendungen zu herrschen, denn eine Warensendung ist ein Zwischending zwischen Fracht und Brief. Aus Sicht der Briefzentren ist sie Fracht und fällt damit in den Zuständigkeitsbereich von DHL. Aus Sicht der Paketzentren ist sie ein Brief und damit Sache der Post. Deswegen, so die Schilderung des Insiders, wird eine Warensendung manchmal bis zu fünfmal zwischen DHL und Post hin- und hergeschoben, bis sich endlich einmal jemand für sie zuständig fühlt und sie zustellt. Dann ist es natürlich kein Wunder, wenn Laufzeiten von zehn Tagen auftreten.

Ich habe zwar kein BWL studiert, aber trotzdem weiß ich, dass in großen Organisation eindeutige Zuständigkeiten äußerst wichtig sind. Es darf keine Grenzfälle geben, die von einer Organisationseinheit in eine andere geschoben werden, denn dann wird dieser Grenzfall im Zweifelsfall überhaupt nicht bearbeitet.  Wenn diese Schilderungen zutreffend sind, sollte die Post diesen Missstand schleunigst beheben.

Filed under Allgemeines
Apr 14, 2010

Empfangsvorrichtung unbrauchbar: Wenn die Post die Benutzung des Briefkastens verweigert

1 Comment

Tut man das eigentlich? Lässt man sich in einem Firmen-Blog über Kunden aus? Ja, das tue ich jetzt über solche Kunden, bei denen von beiden Seiten die Übereinkunft besteht, keine weiteren Geschäfte mehr miteinander zu tätigen, um es sachlich auszudrücken. Zudem habe rege ich mich dermaßen über eine noch ganz frische negative Ebay-Bewertung auf, dass ich mir erhoffe, diese Wut einfach wegbloggen zu können.

Was war geschehen? Es geht um ein USB-Kabel mit einem Verkaufpreis von nicht einmal zwei Euro, welches wir wie gewohnt in einem Luftpolsterumschlag der kleinsten Größe A als Warensendung verschickt haben. Dieser Umschlag passt in jeden Briefkasten, aber in diesem konkreten Fall kam er zu uns zurück. Dies geschieht häufiger und immer dann, wenn die Lieferadresse nicht korrekt und der Empfänger nicht auffindbar ist. Dieses Mal schien die Anschrift aber in Ordnung und der Empfänger dort auch wohnhaft zu sein, denn auf den Umschlag war eine Begründung aufgestempelt worden, die wir noch niemals zuvor gelesen hatten:

Empfangsvorrichtung unbrauchbar

Das Wortungetüm Empfangsvorrichtung stammt sicherlich noch aus der Zeit der Bundespost und dürfte die beamtendeutsche Übersetzung für einen Briefkasten darstellen. Was mag da bloß beim Zustellversuch schiefgelaufen sein? Was hat der Kunde bloß anstelle eines Briefkastens an seine Tür gehängt? Oder war der Schlitz des Briefkastens mit Sekundenkleber verriegelt? Oder auch einfach nur zugefroren, es herrschte schießlich Dauerfrost? Man weiß es nicht.

Wir hatten auf die Rücksendung so reagiert, wie wir auf alle nicht zustellbaren Sendungen reagieren und dem Kunden eine Mail geschickt, in der wir ihn über den fehlgeschlagenen Zustellversuch infomiert und um Überprüfung der Lieferanschrift gebeten haben sowie um die Nennung einer geänderten Lieferadresse für den Fall, dass uns irrtümlich eine falsche Anschrift vorgelegen hat. Ich weiß nicht, ob das inzwischen kundenfreundlicher Standard im Onlinehandel ist, aber wir erheben keine Zusatzgebühren für die zweite Zustellung, sondern tragen diese Extrakosten selbst.

Seitens des Kunden wurde uns leider keine Antwort auf unsere Frage gegeben. Das heißt aber nicht, dass der Kunde sich nicht gemeldet hätte, ganz im Gegenteil. Nun begann ein langer Emailverkehr, in dem der Kunde mehrmals in immer aggressiverem Tonfall kurze Nachrichten schickte mit der Frage: Wo bleibt meine Ware? Unser tapferer Supportmitarbeiter hat daraufhin mindestens fünfmal den Sachverhalt mit dem fehlgeschlagenen Zustellversuch erläutert und um Klärung der Angelegenheit gebeten. Die Reaktion hierauf war jedes Mal nur die in Befehlston vorgetragene Anweisung, nun endlich das Kabel zu schicken.

So drehte sich die Kommunikation letztlich im Kreis. Wenn denn mit dem Briefkasten alles in Ordnung sein sollte, hätte eine kurzer Satz wie zum Beispiel Keine Ahnung, was die Post für ein Problem hat, bitte schicken Sie es nochmal raus vollkommen ausgereicht, aber der Kunde weigerte sich beharrlich, auf unsere Frage einzugehen.

Gestern abend hat er nun die Kommunikation mit einer negativen Bewertung beendet, in der uns Betrug vorgeworfen wird. Diese Verleumdung werden wir natürlich von ebay entfernen lassen. Aber dennoch bleibt Ärger zurück über eine dermaßen ungerechtfertigte schlechte Bewertung

Mrz 6, 2010

Deutsche Post im FAZ-Test erschreckend langsam

0 Comments

Wir haben in den letzten Wochen und Monaten vermehrt Unmutsäußerungen unserer Kunden über lange Laufzeiten von Briefsendungen entgegennehmen müssen. Dies ist vor allem deshalb ärgerlich, weil wir ja nichts dafür können. Gleichwohl vermuten einige Kunden die Schuld bei uns, denn der Mythos vom Brief, der in Deutschland nach einem Tag beim Eimpfänger sei, hält sich hartnäckig.

Nun trägt die FAZ hier mit den Ergebnissen ihres Tests zur Entlastung aller Briefversender bei. Von 99 für den Test versendeten Briefen erreichten lediglich 60 Stück nach einem Tag ihren Empfänger. Dieser Wert liegt weit unter dem von der Post steif und fest behaupteten Wert von 95%. Laut Aussage der Post werde dies von einem unabhängigen Institut überprüft. Wer hat nun Recht?

Leider gibt es für unser überwiegend niedrigpreisiges Segment noch keine ernsthafte Alternative zu Waren- und Briefsendungen. Aber mit solch schlechten Leistungen sägt die Post am eigenen Monopol.

Filed under Allgemeines
Aug 30, 2009

Informationen

Blog-Kategorien

Artikel nach Monaten

Februar 2012
M D M D F S S
« Jan    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Formspring

  • Newsletter Anmeldung

    Tragen Sie sich hier in unseren Newsletter ein


    powered by CleverReach

  • eKomi