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Sony-Fernseher und WLAN-Stick: Teuer oder Billig?

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WLAN-StickIn dieser Woche kam ein Kunde bei uns in den Laden marschiert, der ein ganz konkretes Projekt im Kopf hatte: Sein neuer und großer Sony-Flachbildfernseher sollte netzwerkfähig werden.

Er hatte auch die Bedienungsanleitung des Gerätes dabei, dessen genaue Bezeichnung mir leider entfallen ist. Auf jeden Fall ist der Fernseher von sich aus noch nicht netzwerkfähig, kann jedoch per USB-Adapter mit WLAN ausgerüstet werden.

Die Anleitung riet selbstverständlich dazu, den Sony UWA-BR100 zu nehmen, den es schon ab günstigen 59€ zu kaufen gibt. Der Kunde hatte sich nun schon den schicken Flachbild-TV von seiner kleinen Rente abgespart und wollte nun viel lieber einen billigen Allerwelts-Stick verwenden, den es bei uns für 10€ gibt, sofern man ihn selbst abholt und wir deswegen die Versandkosten abziehen können.

Die Frage lautete nun: Akzeptiert der Sony-Fernseher unseren WLAN-Stick? Für den UWA-BR100 gibt es eine Funktionsgarantie, aber was ist mit unserem Adapter? Schließlich kann man auf dem Fernseher nicht einfach so einen Treiber installieren. Der Kunde hatte sich hierüber schon schlau gemacht mit dem Ergebnis, dass ein Mitarbeiter der Sony-Hotline ihm gesagt hatte, dass auch andere WLAN-Sticks gingen, während der Media-Markt-Verkäufer ihm hingegen versichert hatte, dass von diesem Fernseher einzig und allein der teure Sony-Adapter akzeptiert werden würde.

Ich würde in dem Fall ja eher auf den Sony-Mitarbeiter hören und der Kunde sah dies ähnlich. Als wir ihm für den Fall der Fälle die unkomplizierte Rücknahme garantierten, nahm er dann unseren Stick mit. Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Sache sehr interessiert und ich schon gespannt darauf bin, wie sich der Fernseher verhalten wird.

Oder stand schon mal jemand vor dem gleichen Problem und weiß, ob es beim Sony-TV unbedingt der teure Sony-Stick sein muss?

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Apr 20, 2011

Der U.FL-Pigtail im Einsatz: WLAN-Tuning am EeePC

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Wir haben da ja so einen neuen komischen Pigtail mit der Artikelnummer 60310 ins Sortiment aufgenommen, der an einem Ende den winzigen Antennenstecker namens Hirose U.FL hat und auf der anderen Seite eine gewöhnliche RP-SMA-Kupplung.

U.FL-Pigtail

U.FL-Pigtail

Was fängt man damit an? U.FL ist ein Anschluss, den man nur selten zu Gesicht bekommt, der aber dennoch sehr weit verbreitet ist, denn über ihn werden die internen WLAN-Antennen in Laptops oder Routern angeschlossen.

Bei allen Geräten, die WLAN nutzen, aber keine externen Antennen haben, ist U.FL im Einsatz. So auch bei sämtlichen EeePC und deswegen hat Kollege cyberfux eine kleine Bastelstunde eingelegt, den Bohrer angesetzt und seinem 1005P eine RP-SMA-Buchse verpasst, an die er nun eine externe WLAN-Antenne anschließt und einen deutlich verbesserten Empfang feststellen kann.

Unser Pigtail übernimmt dabei die Übertragung der Signale von der Antenne zum internen WLAN-Modul.

Die gesamte Dokumentation des Umbaus sowie die Messergebnisse gibt es im cyberfux-Blog.

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Aug 13, 2010

Und mehr davon: WLAN-Antennenadapter für RP-SMA und RP-TNC

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Der Pigtail von U.FL zu RP-SMA hat uns auf die Idee gebracht, gleich mehrere Adapter für WLAN-Antennen einzukaufen. In diesem Segment ist das Angebot in Deutschland erstaunlich gering und auch die großen Importeure und Distributoren zeigen eine große Zurückhaltung, was RP-SMA-Adapter betrifft. Der einzig nennenswerter Händler in diesem Bereich ist WiMo, auf den wir hier sehr gerne verlinken, denn sowohl das Angebot als auch die Informationen zu Antennentechnik sind unübertroffen. Der Shop basiert noch auf Frames, aber das macht überhaupt nichts, denn man sieht es jeder einzelnen Seite an, dass hier jemand in die Artikel, die er verkauft, regelrecht verliebt bis versessen ist.

Die Zurückhaltung der Großhändler lässt sich vermutlich darauf zurückführen, dass dem Modifizieren von WLAN-Routern eine gewisse Halblegilität anhaftet. Immerhin haben sich die Hersteller beim Beginn der WLAN-Ära auf die proprietären Reverse-Formate geeinigt, damit dem wilden Experimentieren mit unterschiedlichen Antennen ein Riegel vorgeschoben wird. Innerhalb weniger Jahre zogen Millionen von zusätzlichen Sendestationen in die Privathaushalte ein und damit hierdurch nicht das große Chaos ausbricht, musste bei jedem einzelnen Router die Sendeleistung der Antenne begrenzt werden. Dies wurde durch die Steckerformate RP-SMA und RP-TNC erreicht, die es zuvor nicht gegeben hatte und für die es auch bis heute keine leistungsstarken Antennen gibt.

Aus diesem Grund sind Adapter von den Reverse-Anschlüssen auf die klassischen Steckverbinder potienziell gefährliche Gegenstände, mit denen ein gewisser Schaden angerichtet werden kann. Wir halten allerdings nicht viel von Verkaufsverboten, sondern glauben an das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen. Es dürfte klar sein, dass man in ländlichen Gebieten stärkere Antennen betreiben kann, als man es in großstädtischen Ballungszentren tun sollte.

Und so haben wir nun die folgenden zehn Adapter eingekauft:

RP-SMA männlich / SMA männlich
RP-SMA männlich / SMA weiblich
RP-SMA weiblich / SMA männlich
RP-SMA männlich / RP-SMA weiblich Winkeladapter
RP-SMA männlich / RP-TNC weiblich
RP-SMA weiblich / RP-TNC männlich
RP-SMA weiblich / U.FL männlich 20 cm Pigtail
RP-SMA weiblich / N männlich
RP-SMA männlich / N weiblich
RP-TNC männlich / N weiblich

Es wird vermutlich ein wenig dauern, bis sie alle mit Bildern versehen und im Shop gelistet sein werden. Aber ab der übernächsten Woche werden sie sukzessive in der WLAN-Kategorie unseres Shop auftauchen.

Jul 23, 2010

Demnächst bei uns: Pigtail von Mini-PCIe / Hirose U.FL auf RP-SMA

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Unsere nächste Produktneuheit wurde durch Kollege cyberfux initiiert, der einen kleinen Umbau seines eeePC plant. Wie das am Ende einmal aussehen soll, ist hier bei einem anderen Bastler zu sehen.

eeePC mit WLAN-Antenne

eeePC mit WLAN-Antenne

Der WLAN-Empfang des eeePC wird nämlich mächtig besser, wenn eine kräftigen externe WLAN-Antenne ans Gehäuse geschraubt wird. Dies gilt natürlich nicht nur für den eeePC, sondern dieser Umbau ist prinzipiell mit jedem Notebook möglich.

Es ist hierfür erforderlich, die schmächtige interne Antenne vom Mini-PCIe-WLAN-Modul zu lösen und an dessen Anschluss einen Pigtail anzustecken, der über die RP-SMA-Kupplung nach außen geführt wird.

Um nach diesem Pigtail zu fragen, mussten wir zunächst herausfinden, wonach wir eigentlich suchen. Wie heißt denn bloß dieser winzige Steckverbinder, den man so selten zu Gesicht bekommt, weil er fast nur für interne WLAN-Antennen verwendet wird? Die englische Wikipedia ist hier ihrer deutschen Schwester ein Stück voraus und führt einen Eintrag zu Hirose U.FL, denn so heißt der fragliche Antennenanschluss.

U.FL-Pigtail

U.FL-Pigtail

Eine Anfrage bei meinem Lieblingschinesen (zum Einkaufen) brachte dann auf gleich die erhoffte Antwort: Ja, sie haben diesen Pigtail. Natürlich wird er fester Bestandteil unserer nächsten Importbestellung sein.

Denn man kann ja noch viele andere schöne Sachen mit ihm machen. Zum Beispiel hübsche, aber unpraktische Router aufmotzen: Ich selbst bin auf die schnittige Optik reingefallen und nutze privat den Netgear WNDR3300. Das Teil sieht toll aus, hat aber keine externe Antenne und auch nirgendwo einen Anschluss, um eine Antenne nachzurüsten.

Das war bislang nie ein Problem, aber nun ist die alte Dame in der Wohnung über mir ins Altersheim umgezogen. Die Nachmieter sind Studenten und somit gibt es das eine entscheidende WLAN mehr im Haus, wegen dem ich manchmal keine Verbindung mehr zu meinem Router bekomme. Wenn ein Nachbar und ich gerade zufällig den gleichen Kanal nutzen, funkt der Nachbar anscheinend stärker. Eine kräftige Antenne am WNDR3300 würde das Problem lösen, doch dies ist von Netgear nicht vorgesehen.

Und genau hier kommt der Pigtail ins Spiel. Ich werde eine der internen U.FL-Antennen abklemmen und dem Router dann per RP-SMA eine externe Antenne verpassen, damit mein WLAN wieder die höchste Signalstärke in meiner Wohnung hat. Alternativ könnte ich auch mehr Zeit im adaptare-Laden verbringen – Wir sitzen im Erdgeschoss einer Seniorenwohnanlage für Betreutes Wohnen. Das bedeutet: Weit und breit kein anderes WLAN und ein freier Funkraum, wie man ihn in Städten nur noch selten findet. Herrlich.

Aber natürlich sind wir immer für angefahrene Moddings wie den Antennen-eeePC zu haben. Der besagte U.FL-/RP-SMA-Pigtail ist bislang auch noch nicht nennenswert auf dem deutschen Markt aufgetaucht, doch diese Nische füllen wir gerne aus.

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Jul 19, 2010

RP-SMA ist nicht SMA: Wenn der Adapter nicht an den Router passt

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In dieser Woche hatten wir eine Auseinandersetzung mit einem hochgradig unzufriedenen Kunden. Eine gütliche Einigung war hier leider nicht zu erzielen, denn die Kommunikation seitens des Kunden bestand von Beginn an ausschließlich aus Drohungen und Beschimpfungen. Wir haben zudem niemals zuvor einen Kunden erlebt, der so beharrlich auf seinem sowohl technisch als auch juristisch komplett falschen Standpunkt beharrt und vollkommen immun gegen jegliche Argumente zu sein scheint.

Worum ging es? Gekauft wurde ein Adapter mit SMA-Stecker und BNC-Kupplung.

SMA-BNC-Adapter

SMA-BNC-Adapter

Wie sich sowohl der Beschreibung als auch dem Bild entnehmen lässt, handelt sich sich um den älteren Standard-SMA-Stecker und nicht um RP-SMA, wie es für WLAN-Router verwendet wird.

Was ist der Unterschied? RP steht für Reversed Polarity, weil das Geschlecht von Stecker und Kupplung gegenüber normalem SMA vertauscht ist. Beim normalen SMA hat der Stecker, also die Seite mit der Überwurfmutter, den hervorstehenden Mittelstift, der den Innenleiter enthält. Der Stecker hat das männliche Innenleben und die Kupplung das weibliche Gegenstück: Beim Standard-SMA ist die Welt noch in Ordnung.

Ganz anders hingegen beim RP-SMA, denn hier enthält der Stecker keinen Mittelstift, denn den finden wir in der Kupplung, also der Seite mit dem Außengewinde. Was Reversed Polarity bedeutet, erkennen wir demnach daran, dass wir das männliche Innenleben nicht im Stecker, sondern in der Kupplung vorfinden.

Der Sinn dieses Geschlechtertauschs soll wohl mal der gewesen sein, dass es verhindert werden sollte, allzu starke Antennen am heimischen WLAN-Router zu betreiben. Es gab vermutlich die Befürchtung, dass Hobbyfunker und andere gewiefte Bastler die eher leistungsarmen WLAN-Antennen austauschen, wenn diese mit einem Standardanschluss am Router funken. So wurde denn das proprietäre RP-SMA ins Leben gerufen.

Denn wenn man nun, so wie der eingangs erwähnte Kunde, einen SMA-Stecker an eine RP-SMA-Kupplung anzuschließen versucht, stößt Stift auf Stift und die beiden kommen nicht zusammen.

RP-SMA- (links) und SMA-Stecker

RP-SMA- (links) und SMA-Stecker

Es ist übrigens nicht so, dass wir dieses und ähnliches Wissen abrufbereit bei allen unseren Kunden vorausetzen und andernfalls hochnäsig daherkommen und von oben herab Belehrungen erteilen. Im Gegenteil, wir beraten sogar sehr gerne und auch sehr freundlich. Aber wenn wir den Unterschied zwischen den beiden SMAs dreimal erläutert haben und dann immer noch beschimpft werden, weil wir ja angeblich den falschen Adapter verkaufen, ist auch unsere Geduld allmählich erschöpft.

Diesen Schuh würden wir uns ja anziehen, wenn wir es so wie ein recht großer Konkurrent von uns machen würden. Einfach mal die Suchbegriffe Adapter SMA WLAN bei ebay eintippen und er erscheinen sehr viele Treffer eines bestimmten Anbieters, der diverse Standard-SMA-Adapter verkauft, die mit dem Keyword WLAN garniert sind. Wer diese Angebote beim Wort nimmt, wird später in der Tat feststellen, dass Stift auf Stift stößt.

Wir hingegen behaupten nicht, dass unser SMA-Adapter dazu gedacht wäre, eine Antenne mit BNC-Stecker an den WLAN-Router zu klemmen. An Geräte mit normalen SMA sehr gerne, aber das sind GPS-Empfänger, Funkgeräte, Geotagger und andere Sachen, die ebenfalls eine Antenne benötigen.

Jul 9, 2010

Alternative zu WLAN: Fensterdurchführung

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Neulich kam mir beim Blick auf unser Koaxial-Segment endlich die Lösung für ein Hardware-Problem in den Sinn, dass ich vor rund 8 Jahren hatte. Die erforderlichen Komponenten hätte es damals schon gegeben, aber manchmal braucht der Verstand leider etwas länger.

Es war im Jahr 2001 und wir als Studenten-WG hatten uns eine 768-kbit-DSL-Leitung zugelegt. Das war damals noch etwas ganz Besonderes. Router waren noch selten anzutreffen, hätten unser Budget gesprengt uns deshalb hing im Flur ein ausrangierter Pentium-90-PC im Desktopgehäuse, der mit vier Wandhaltern für Autoreifen befestigt war. Auf diesem Rechnerschätzchen lief eine Routing-Software, über die wir uns die DSL-Leitung teilen konnten. Die Einrichtung eines Netzwerks war unter Windows noch richtig schwierig und außerdem hatten wir uns für BNC-Kabel entschieden. Da ich das mittlere Zimmer bewohnte, führten zwei Kabel an meinen PC. Meine Nachbarn am Ende der Kabelkette hatten es da besser und durften die Terminatoren an ihren Netzwerkkarten anbringen.

Spätestens mit der ersten Stromabrechnung wurde uns natürlich klar, dass dieser Software-Router nicht wirklich die preisgünstigere Alternative zu einem richtigen Router war. Doch das ist ein anderes Thema. Als unser Netz funktionierte, wollten wir die Kosten auf noch mehr Personen teilen und die Nachbar-WG im Stockwerk über uns einbinden. Ein paar Jahre später haben wir natürlich einfach einen WLAN-Router aufgestellt, aber 2001 war das noch Zukunftsmusik. Die Decke mit einer Hilti zu durchbohren hätte früher oder später Ärger mit der Hausverwaltung bedeutet und der Weg durch die Fenster war auch nur im Sommer möglich, denn  den Winter wollten wir ungern bei offenen Fenstern verbringen.

Das Ende vom Lied war also, dass wir scheiterten und es gelassen haben. Mit meinem heutigen technischen Wissen fiel mir nun aber mit acht Jahren Verspätung die Lösung ein: mit zwei Fensterdurchführungen für SAT-Kabel hatten wir unsere Netzwerkkabel ohne Bohren von einem Stockwerk ins andere verlegen können. Mit heutigen Patchkabeln ginge es nicht, aber wir hatten ja die gute alte koaxiale BNC-Technik benutzt und hätten deshalb auf beide Enden der Fensterdurchführungen einen Adapter mit F-Stecker und BNC-Kupplung aufstecken können. Das schöne an Koaxialkabeln ist ja, dass man problemlos die Steckertypen wechseln kann.

Wer also Internetzugang in mehreren Stockwerken des Hauses braucht und Probleme oder Bedenken wegen WLAN hat: Mit BNC-Netzwerkkabeln und Koax-Fensterdurchführungen gibt es eine Alternative.

Nov 25, 2009

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