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Unboxing and Hands On: Das adaptare-Tablet

Posted by Michael Treichler on 9. August 2010 at 18:02

Heute war es endlich soweit und UPS lieferte am Vormittag die sehnlichst erwartete erste Ladung unser Tablets. Die ersten Eindrücke teilen wir natürlich gleich mit euch.

Tablet frisch aus dem Karton

Tablet frisch aus dem Karton

Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Natürlich ist es kein iPad, aber auch kein absolutes Billig-Plastik-Tablet. Der Rücken ist aus Kunststoff, aber ein Metallrand vermittelt dann doch eine gewisse Wertigkeit. Neben dem Display finden wir die drei Return-, Home- und Menü-Buttons.

Wertiger Gesamteindruck

Wertiger Gesamteindruck

Anschlussfreudig ist das Tablet aber in jedem Fall. Von links nach rechts sehen wir USB, mini-HDMI, mini-USB, Netzstecker und Kopfhörer. Die große USB-Buchse ist mit Host beschriftet und die kleine mit OTG. Die beiden USB-Anschlüsse erfüllen also unterschiedliche Zwecke und welche genau das sind, müssen wir erst noch herausfinden. Ein Test mit einem UMTS-Stick am großen USB hat leider nicht funktioniert, denn der Stick oder vielmehr die SIM-Karte wurde nicht erkannt.

Außerdem scheint es so, als wenn das Tablet keinen Lagesensor hätte. In den Einstellungen befindet sich zwar der Menüpunkt zum Aktivieren der Autorotation, doch dies hat lediglich ein gewisses Chaos zur Folge. So reagiert das Tablet nicht aufs Drehen, schaltet aber in die vertikale Ausrichtung, wenn der Twitter-Client gestartet wird. Aus dieser Ausrichtung lässt sich das Display auch erst wieder in die Horizontale bewegen, wenn die Autorotation deaktiviert ist. Bei abgeschalteter Autorotation bleibt das Display dann aber permanent in der horizontalen Landscape-Ausrichtung.

Das Display schreit leider nach einem Stylus. Mir gelang es heute nicht, mich mit den Fingern ähnlich sicher auf dem Tablet zu bewegen wie auf dem kapazitiven Touchscreen meines Milestone. Vielleicht lässt sich das mit der Zeit noch lernen, aber die Nachteile der resistiven Technik sind deutlich zu spüren, wenn man Erfahrungen mit kapazitiven Displays hat. Pinch-and-Zoom und andere Multitouch-Techniken sucht man ebenfalls vergebens, zumindest sind sie mir nicht gelungen. Mit einem Stylus bewegt man sich zwar sehr sicher, aber bei einem Gesamtpreis von unter 200€ müssen leider doch ein paar Abstriche gemacht werden und der deutlichste Abstrich ist der resistive Touchscreen.

Anschlüsse

Diverse Anschlüsse

Aber jetzt zum erfreulicheren Teil, denn das ist ganz eindeutig der Zugang zu Apps. Wir fanden zu unser alle Überraschung einen installierten Android Market vor, der auch funktioniert und die App-Grundausstattung aus Adobe Reader, Facebook-, Twitter- und Dropbox-Client sowie dem Dolphin HD-Browser problemlos installiert hat. Ein kleiner Wermutstropfen ist höchstens, dass die Market-App nach erfolgter Installation regelmäßig abstürzt. Doch dies ist wirklich nur ein kosmetischer Fehler, denn die gewünsche App ist zum Zeitpunkt des Absturzes bereits komplett heruntergeladen und auch installiert.

Der Android Market ist eine praktische Sache für uns, um zu Testzwecken schnell und einfach eine Menge Apps zu installieren, doch da wir ganz sicher nicht die Erlaubnis von Google bekommen werden, ein Tablet mit Google Mail, Android Market und allen anderen Google-Programmen zu vertreiben, werden wir uns für die finale Softwareausstattung leider, leider nach einem alternativen Market umsehen müssen. So bleibt die Google-Software des chinesischen Herstellers auf unsere Vorab-Testgeräte beschränkt und wird nicht in den freien Handel gelangen.

Android-Market

Android-Market

Ein weitere erfreuliche Kleinigkeit, die ein paar Euro beim Zubehörkauf erspart, ist der Schacht für SD-Karten, und zwar große SD. Unser Tablet erfordert keine microSD, sondern begnügt sich mit dem großen Format, dass bei gleicher Kapazität immer etwas günstiger ist als die kleinen Handy-Speicherkarten. Der Einschub befindet sich leicht zugänglich an der äußeren Gehäusekante und die Karte kann ohne jedes Rumgefrickel ausgetauscht werden.

SD-Karten-Einschub

SD-Karten-Einschub

Soweit die ersten Eindrücke nach einem halben Tag mit dem Tablet. Morgen gehen dann bereits die ersten Geräte hinaus an den erlesenen Kreis der schnellsten Besteller, von denen wir weiteres wertvolles Feedback erwarten und dies dann natürlich auch veröffentlichen werden

Filed under adaptare-Tablet
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  • http://www.konzentrat.org/category/linux/ kyio

    wie lange hält der akku durch? konntest du das schon testen?

  • http://blog.adaptare.de Michael

    Zeitmessungen fehlen noch. Bisher muss ich leider sagen, dass das Tablet jeden Morgen ausgeschaltet war. Aber das kann man verbessern mit WLAN ausschalten zum Beispiel. 2600 mAh sind ja eigentlich ziemlich ordentlich für so ein Gerät.

  • http://www.konzentrat.org/category/linux/ kyio

    so ging es mir mit meinem android telefon auch erst.
    das man so ein tablet dann abends auch komplett ausschaltet würde der sache ja keinen abbruch tun.

  • http://smartphonearea.de Mike

    OTG bei USB bedeutet, dass dort ein Datenträger oder Festplatte angeschlossen werden kann um beispielsweise dessen Filme/Bilder/wasauchimmer dann auf dem Display des “adaptere-Tablet” wiederzugeben. Den gleichen Grund wird auch der große SD-Slot haben. Nicht der billigere Preis der SD-Karten ist der Grund, sondern um die Karten aus den teuren Digicams direkt in das “adaptere-Tablet” stöpseln und dessen Bilder anzeigen zu lassen …

    Ich hätte übrigens gern eins um das Teil auf Herz und Nieren bzw. Chips und Bytes zu testen ;-)

    Grüßle

    Mike

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