Adapter für CF- und SD-Speicherkarten

Eine Speicherkarte als fest verbautes Laufwerk

Der Anreiz zum Einsatz einer Eigenbau-SSD ist heute sich nicht mehr so groß als noch zu den Zeiten, als SSD noch richtig teuer waren. Allerdings gilt dies nur für den SATA-Bereich, denn IDE-SSD sind dann doch richtig teuer und werden immer teurer, je seltener IDE wird. Zudem basieren CF-Karten auf dem IDE-Protokoll, wodurch die Adapter wenig Elektronik benötigen und der auf SATA basierende Nachfolger CFast wartet noch auf seinen großen Durchbruch. Dieser wird jedoch eher nicht als SSD-Ersatz geschehen, denn eine CFast-Karte mit Adapter dürfte stets teuer sein als eine mindestens gleich große und zudem schnellere mSATA-SSD.

Das Einsatzgebiet von CF-Speicherkarten als Massenspeicherlaufwerk werden demnach Computer mit IDE-Controller bleiben und wir bewegen und auf direktem Wege in Nischen hinein. Kaum jemand wird mehr die Festplatte seines iPods, den fast niemand mehr nutzt, gegen eine CF-Karte mit Adapter auf 1,8-Zoll-IDE tauschen, so ratsam diese Maßnahme auch war. Der iPod verbrauchte weniger Strom, wurde vollkommen still und nahezu stoß- und fallsicher. Doch wer braucht heute ein Gerät, dass im Smartphone gleich mitenthalten ist und dies sogar in verbesserter Form, denn im Gegensatz zu letzterem erforderte ein MP3-Player noch das lästige lokale Speichern der Musik. Trotz Streaming, wir erinnern uns, nicht wahr?

Wir erinnern uns vermutlich auch noch an Netbooks. denen ein Austausch der 1,8-Zoll-Festplatten die gleichen Vorteile verschaffte wie einem iPod Classic. Auch Netbooks mit SSD profitierten von CF-Karten, denn es gab erfolgreiche Fehlkonstruktionen wie den EeePC 901 mit seinen zwei separaten SSD mit zwölf und vier Gigabyte, die sich in keiner Weise zusammenfassten ließen und es nur wenige Wochen brauchte, bis Windows XP der Festplattenplatz ausging. Grausamst langsam waren diese furchtbaren SSD zudem ebenfalls und erst das Entfernen von beiden Exemplaren und der Einbau einer CF-Karte mit 32GByte per Adapter machten den 901er zu einem Gerät, mit dem sich arbeiten ließ.

Es bleiben also die angesprochenen Nischen als Markt übrig. Dies werden hochspezialisierte Computer sein, die Produktionsstraßen steuern oder einzelne CNC-Fräsen oder auch sehr teure Analysegeräte in Laboren. Sind sie alt genug. werden sie IDE-Festplatten nutzen, die irgendwann ihr Lebensende erreicht haben und ausgetauscht werden müssen. Die Preisentwicklung von IDE-Laufwerken, verbunden mit dem geringen Bedarf an Speicherplatz, den solche Industriecomputer mit nur wenig Spezialsoftware haben, lässt den Tausch gegen eine CF-Karte interessant erscheinen, sowohl technisch als auch finanziell.

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