Adapter für M.2-SSDs und M.2-Sockel

Adapter für SSDs im M.2-Format sowie für M.2-Sockel

M.2, früher einmal bekannt als NGFF (Next Generation Form Factor), ist eine Brückentechnologie, so kontaminiert dieses Wort auch sein mag. Sie ist es deshalb, weil sie den Übergang darstellt aus einer Zeit, in der Massenspeicher über dedizierte Schnittstellen - also Schnittstellen ausschließlich zum Anbinden von Massenspeicher - an das Bussystem angeschlossen waren. Diese Zeit reicht von Zusammenspiel zwischen IDE oder SCSI mit dem ISA-Bus, Vesa Local Bus oder später PCI bis zur heute üblichen Kombination aus SATA und PCI-Express.

M.2 nun beherrscht zwei Verfahren. Eines der beiden bildet die besagte Brückentechnologie, während der zweite Modus bereits die Zukunft darstellt, in die hinein überbrückt wird. Anders als vorherige Brückentechnologien wird M.2 demnach erhalten bleiben, auch wenn die Brückenfunktion nicht länger erforderlich ist. Diese Brückentechnologie besteht nun darin, dass es M.2-Platinen gibt, die letztlich eine gewöhnliche SATA-SSD sind und als solche über die SATA-Schnittstelle angesteuert werden. Da M.2-Karten sich über die als Keys bezeichneten Lücken in der Kontaktleiste zu erkennen geben, wird die SATA-Unterstützung durch den ganz links angeordneten B-Key signalisiert. Da reine SATA-M.2-Karten selten sind, verfügt diese M.2-Variante meistens über beide Keys: auf der rechten Seite befindet sich ebenfalls der sehr viel interessantere M-Key.

Denn der M-Key stellt das Signal zur direkten Anbindung an den PCIe-Bus dar. Verfügt eine M.2-SSD über beide Keys, so werden der SATA-Untersstützung zwei der vier zur Verfügung stehenden PCIe-Lanes geopfert. Sollte diese SSD einmal direkt am PCIe-Bus betrieben werden, ist sie nach wie vor schnell - jedoch könnte sie doppelt so schnell sein, denn sie verhält sich in diesem Moment wie ein Vierzylinder, der auf zwei Töpfen fährt.

Doch die Zukunft des Massenspeichers lässt sich unter Vermeidung aller Brücken und Kompromisslösungen bereits heute nutzen. Es ist die M.2-SSD mit ausschließlich dem M.2-Key, der Anbindung an den PCIe-Bus ohne Umwege und über vier Lanes, immer einhergehend mit einer neuen Speichertechnologie namens NVM (für Non-Volatile Memory oder Nicht-flüchtiger Speicher). Diese M.2-Varianten lesen inzwischen mit Datentransferraten von nahezu drei Gigabyte/s, also dem vierfachen SATA-Limit. Und die Tendenz ist steigend.

Für unsere Zwecke, also Adapter mit Beteiligung entweder der M.2-SSD oder ihres Sockels, ist jedoch die Brückentechnologie von größerer Bedeutung. Die SATA-basierten M.2-Karten sind bereits heute eine sehr preiswerte Form schnellen SATA-Flashspeichers und als solche für den Einsatz in anderen Systemen und an anderen SATA-Varianten höchst interessant.

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