S-Video + andere Mini-DIN-Video-Anschlüsse

Kabel und Adapter für S-Video und ähnliche Standards

In der Rangliste der analogen Videoformate nimmt S-Video nach Composite-Video den zweiten Platz von unten ein. Bei Composite handelt es sich um das denkbar simpelste aller Videoformate, denn es wird über ein simples Koaxialkabel übertragen, dessen eine Signalleitung sämtliche Informationen beinhaltet. Es gibt keinerlei Aufteilung wie bei den höherwertigeren Standards, sondern lediglich ein Signal und die dazugehörige Masse.

In Analogie zu Audioformaten verhält sich S-Video zu Composite wie Stereo zu Mono, denn S-Video nutzt zwei Leitungen statt einer einzigen. Das S steht aus diesem Grund für separate, denn es werden zwei getrennte Bildinformationen auf ihrer jeweils eigenen Leitung übertragen: Luminanz, die Helligkeit der Bildbereiche, und Chrominanz, die Farbinformationen. Der typische Stecker für S-Video ist heute der vierpolige Mini-DIN-Anschluss, bei dem zwei Kontakte die Bildsignale transportieren und auf den anderen beiden Kontakten ihre Masse finden.

Mini-DIN-Stecker werden bekanntlich für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt, mit PS/2-Anschlüssen als dem bekanntesten Beispiel. Doch auch bei analogen Videoformaten gibt es Anwendungen jenseits des vierpoligen S-Video-Formats, die weniger geläufig sind. Als HDMI noch neu und teuer war und zu jeder Grafikkarte und jedem Laptop nebem den fernsehuntauglichen VGA noch der TV-Out-Anschluss gehörte, verwendeten einige Notebookhersteller einen siebenpoligen Mini-DIN-Ausgang, um mit Component Video einen deutlich höherwertigen Standard als S-Video und Composite anzubieten, die sich jedoch meistens ebenfalls in diesen Ausgang integriert wurden. Welches der drei Formate genutzt wird, hängt letztlich von der Wahl der Kabelpeitsche ab, mit der die entsprechenden Signale auf die üblichen Anschlusstypen geleitet werden.

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